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Machbarkeitsstudie zu Datenplattformen in der Landwirtschaft beauftragt

Das BMEL hat eine Machbarkeitsstudie zu digitalen Datenplattformen in der Landwirtschaft in Auftrag gegeben. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering erhielt den Zuschlag für die Studie, deren Ergebnisse im Herbst 2020 erwartet werden.

BMEL fördert Digitalisierung in der Landwirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine Machbarkeitsstudie zu digitalen Datenplattformen in der Landwirtschaft in Auftrag gegeben. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern erhielt den Zuschlag für die Studie, die mit 428.000 Euro finanziert wird. Die Ergebnisse werden für Herbst 2020 erwartet.

Die Digitalisierung ist ein zentrales Thema im BMEL. Hierfür wurden Digitalisierungsreferenten in allen Abteilungen sowie eine Digitalisierungsbeauftragte etabliert und eine eigene Unterabteilung gegründet. Bis 2022 sind 60 Millionen Euro für die Digitalisierung in der Landwirtschaft vorgesehen. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel fließt in die Einrichtung digitaler Test- und Experimentierfelder, um die praktische Umsetzung der Digitalisierung zu erproben.

Digitale Lösungen finden in der Landwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette Anwendung. Dazu gehören der satellitengesteuerte Einsatz von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln, die präzise Erfassung und Verbesserung des Tierwohls sowie die Optimierung von Transport- und Lagerabläufen. Auch bei der Erfassung von Erntezahlen, dem Betriebsmanagement und der Steuererklärung spielen sie eine Rolle. Landwirte erwarten dabei einen reibungslosen Datenaustausch zwischen Produkten verschiedener Hersteller.

Digitalisierung in der Landwirtschaft bedeutet, dass effizienter gearbeitet, dass Böden, Luft und Wasser besser geschont werden können. Ihr Voranschreiten wirft aber auch Fragen auf: Gibt es passende Schnittstellen zur Zusammenführung unterschiedlicher digitaler Daten? Wer schützt die Datensouveränität und die Unabhängigkeit der Landwirte gegenüber den Dienstleistungsanbietern oder Landtechnikanbietern? Wer sammelt und nutzt Daten und gewährleistet Datensicherheit? Wem gehören erhobene Daten überhaupt? Das gilt es zu klären, entsprechende Datenplattformen bedürfen einer politischen Begleitung und Absicherung. Die Machbarkeitsstudie, die ich in Auftrag gegeben habe, leistet hierzu einen Beitrag.

Die Studie des BMEL untersucht verschiedene Fragestellungen:

  • Wie muss eine digitale Datenplattform aufgebaut sein, um Landwirte optimal zu unterstützen?
  • Welche relevanten Daten können staatlicherseits kostenfrei und in maschinenlesbarer Form bereitgestellt werden?
  • Wie müssen digitale Daten für die Landwirtschaft gestaltet sein, um einfach für unterschiedliche Anforderungen nutzbar zu sein (Standards für Datenformate, offene Schnittstellen)?
  • Welches Potenzial bietet die Offenlegung von Schnittstellen, beispielsweise zu digitalen Antragssystemen der Länder?
  • Welche Maßnahmen hinsichtlich des Datenschutzes müssen bei staatlichen Plattformen gewährleistet sein?

06.08.2019

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