Beetpflanzen und Gehölze

Jungbäume vor Wildverbiss schützen

Wildtiere wie Rehe oder Feldhasen können in Gärten am Siedlungsrand Jungbäume erheblich schädigen. Ein gezielter Schutz ist daher wichtig, um die Bäume vor dem Anknabbern zu bewahren und ihre Gesundheit zu sichern.

Einzelschutz als praktikable Alternative zur Umzäunung

Rehe sind sprungkräftige Tiere, für die Zäune von 1,5 Metern und mehr oft kein Hindernis darstellen. Eine umfassende Umzäunung des gesamten Gartens kann je nach Gegebenheit sehr aufwendig sein. Der Einzelschutz von Jungbäumen in den ersten Jahren nach der Pflanzung bietet hier eine praktikable Lösung gegen Wildverbiss.

Rehe sind sprungkräftige Tiere, Zäune bis 1,5 Meter und mehr stellen für sie kein Hindernis dar. Je nach Gegebenheit kann eine entsprechende Umzäunung des gesamten Gartens sehr aufwändig sein. Der Einzelschutz von Jungbäumen in den ersten Jahren nach der Pflanzung bietet Abhilfe gegen Wildverbiss.

Verletzungen der Rinde können Eintrittspforten für Krankheitserreger sein, die die Baumgesundheit stark beeinträchtigen. Besonders bei Jungbäumen ist der Stammschutz in den ersten Jahren entscheidend für ein gesundes und langes Baumleben.

Effektive Methoden zum Schutz vor Wildverbiss und Frostrissen

  • Der Stamm kann mit einer Schilfmatte geschützt werden. Diese wird locker um den Stamm angebracht und sollte bis knapp unter den Kronenansatz reichen. Die Matte bietet nicht nur Schutz vor Wildverbiss, sondern auch vor Schäden durch Frostrisse, die durch intensive Sonneneinstrahlung entstehen können.
  • Ein heller Stammanstrich aus Kalk und Lehm schützt die Rinde junger Bäume vor Wildtieren. Diesem Anstrich können ergänzend Sand und Blutmehl zur Wildabschreckung zugesetzt werden. Ähnlich wie die Schilfmatte beugt auch der Baumanstrich Frostrissen vor. Die weiße Farbe reflektiert das Sonnenlicht, wodurch sich der Stamm in der Wintersonne nicht einseitig aufwärmt und die Bildung von Spannungsrissen verhindert wird.
  • Junge Knospen und frische Triebe von Gehölzen werden ebenfalls gerne von Rehen und Feldhasen gefressen. Bis die Pflanzen eine Höhe erreicht haben, bei der die Tiere die sensiblen Pflanzenteile nicht mehr erreichen können, lassen sich Wildverbiss- und Vergrämungsmittel (Repellents) einsetzen. Diese Mittel, die für bestimmte Wildtiere unangenehm riechen, werden in der Regel auf die gefährdeten Pflanzenteile gespritzt.

10.12.2023

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