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Kärcher erzielt Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2020

Kärcher schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Rekordumsatz von 2,721 Milliarden Euro ab, ein Wachstum von 5,6 Prozent. Besonders stark wuchsen Märkte wie Deutschland, China und Australien. Das Unternehmen verzeichnete eine erhöhte Nachfrage nach Hygiene- und Gartenprodukten.

Produkttrends: Hygiene und Garten im Fokus der Nachfrage

Während der Coronakrise stieg die Nachfrage nach bestimmten Produktbereichen. So waren Dampfreiniger der Modellreihen SG, SGV und HDS, die für Desinfektionseinsätze als „begrenzt viruzid PLUS“ klassifiziert sind, stark gefragt. Im professionellen Bereich erhöhte sich die Nachfrage nach Hygienelösungen, insbesondere nach mobilen Sprühdesinfektionsgeräten und zugehörigen Desinfektionsmitteln.

Im Endkundensegment verzeichnete Kärcher einen erhöhten Absatz von akkubetriebenen Produkten für die Garten- und Grünpflege.

„Mit unserem ausbalancierten Geschäftsmodell sind wir gut aufgestellt“, sagt Hartmut Jenner. „Das hat sich 2020 besonders gezeigt. Während gewerbliche Kunden an mancher Stelle Investitionen zurückstellen mussten, war der Bedarf im Privatkundenbereich deutlich höher.“

Produkte zur Sauberkeit und Hygiene bleiben ein wichtiger Wachstumstreiber. Neue Saugermodelle wie der T 11/1 Classic HEPA und T 10/1 Adv HEPA sind mit H14-Filtern ausgestattet, die Bakterien, Viren und Aerosole filtern. Der Kärcher-Luftreiniger AF 100 kann bei Bedarf mit H13- und H14-Filtern zur Reduzierung von Aerosolen ausgerüstet werden.

Strategische Kernthemen und die Rolle der Digitalisierung

Kärcher investiert neben der Portfolio-Optimierung auch in die Zukunft. Das Unternehmen baut seine digitalen Lösungen aus, die auf bedarfsorientiertes Arbeiten und effiziente Geschäftsprozesse in der professionellen Gebäudereinigung abzielen. Ein Beispiel ist das sensorbasierte System des Partner-Unternehmens Zan Compute, das durch Echtzeit-Bedarfsanalyse die Zahl der Reinigungsrundgänge um etwa ein Drittel reduzieren kann.

Im Endkundenbereich bietet Kärcher eine Hochdruckreiniger-Serie mit App-Anbindung via Bluetooth an (Power Control und Smart Control). Ein Anwendungsberater leitet den Reinigungsprozess an und überträgt die Einstellungen automatisch auf das Gerät.

„Digitalisierung ist nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für die Abläufe innerhalb des Unternehmens von sehr hoher Bedeutung“, erläutert Hartmut Jenner. „Hier investieren wir kontinuierlich.“

Das Kärcher-Werk Bühlertal wurde mit der Auszeichnung „Fabrik des Jahres“ in der Kategorie „Hervorragende Standortentwicklung“ geehrt. Gründe hierfür waren die Automatisierung und Vernetzung von Prozessen in Fertigung und Verwaltung, die Umstellung auf papierlose Abläufe sowie die digital gesteuerte Intralogistik mit fahrerlosen Transportsystemen.

Ein weiteres Wachstumssegment ist die Kommunaltechnik. Zur gezielteren Kundenbedienung und zum Ausbau des Marktanteils hat Kärcher die Municipal GmbH als Kompetenzzentrum eingerichtet. Seit Januar 2021 gehört auch die Marke Holder, die seit 2019 Teil des Firmenverbunds ist, dazu.

Nachhaltiges Wirtschaften und Engagement im Kultursponsoring

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Kärcher ist seit 2020 offizieller Unterstützer der Allianz für Entwicklung und Klima und verfolgt ambitionierte Nachhaltigkeitsziele, darunter die CO2-Neutralität aller Werke weltweit noch in diesem Jahr. Initiativen zielen darauf ab, den Einsatz von Neukunststoff nach dem Prinzip „Reduce, Reuse, Recycle“ zu verringern. Ein Ziel ist es, bei Hochdruckreinigern für Haus und Garten einen Rezyklatkunststoffanteil von bis zu 50 Prozent zu erreichen. Weitere Pilotprojekte zur Verwendung verschiedener Rezyklate sind initiiert. Im Bereich Verpackung wird eine konsequente Materialreduktion angestrebt.

Im Rahmen seines Kultursponsoringprogramms realisierte Kärcher 2020 Projekte wie die restauratorische Reinigung des Südturms des Berliner Doms und der Bismarck-Statue in Hamburg. Reinigungsexperten des Unternehmens reinigten zudem die Hufeisentreppe des Schlosses Fontainebleau. Für das laufende Jahr sind Einsätze in Köln und Rio de Janeiro geplant.

04.02.2021

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