Umweltfreundlicher Anbau: Vorteile regionaler Obstproduktion
Die deutschen Obstproduzenten haben im September 2023 erneut auf die Vorteile regional erzeugten Obstes hingewiesen. Dies knüpft an erfolgreiche Apfelverteilaktionen in den Jahren 2021 und 2022 an.
Es ist uns wichtig, dass Verbraucher und Entscheidungsträger wissen, mit welch hohen Umwelt- und Sozialstandards wir in Deutschland Obst produzieren und welch wichtigen Beitrag wir zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt in unseren Obstanlagen liefern. In unseren Aktionen haben wir dieses Jahr bewusst die Kinder in den Fokus gestellt.
Dies betonte Jens Stechmann, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau. Er hob hervor, dass in Deutschland produzierte Äpfel einen geringeren CO2-Fußabdruck aufweisen als importierte Früchte, wodurch Verbraucher durch ihren Konsum einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
Herausforderungen und Maßnahmen zur Förderung heimischer Produkte
Trotz dieser Vorteile werde beim Einkauf oft primär auf den Preis geachtet, was dazu führe, dass Importware bevorzugt werde. Diese werde unter anderen Bedingungen und mit geringeren Auflagen produziert. Die deutsche Obstwirtschaft hat sich zum dritten Mal zusammengeschlossen, um gemeinsam die Vorzüge des heimischen Obstanbaus zu kommunizieren.
Ziel der Aktion ist es, die Nachfrage nach frisch geernteten deutschen Äpfeln, insbesondere in Supermärkten, zu steigern. Unter dem Motto „Zeit der deutschen Äpfel – Natürlich von nebenan“ wurden Schulklassen und Kindergärten während der Apfelernte auf Obsthöfe eingeladen. Dort konnten sie die Arbeit kennenlernen und selbst Äpfel pflücken.
Zusätzlich suchten Obstbäuerinnen und Obstbauern in Städten den direkten Kontakt zu Passanten. Sie verteilten frisch geerntete Äpfel und informierten über die Vorteile regionaler Obstproduktion. Praktiker und Verbandsvertreter nahmen zudem vor und während der Ernte Kontakt zu Agrarpolitikern auf, um auf die aktuelle Situation im deutschen Obstanbau aufmerksam zu machen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

