Pflanzen und Pflanzenteile

Kleine Staudentöpfe: Nachhaltiger und effizienter im GaLaBau

Eine mehrjährige Studie zeigt deutliche Vorteile kleinerer Staudentöpfe im Garten- und Landschaftsbau. Sie sind nachhaltiger, arbeitswirtschaftlicher und weisen bessere Werte bei Pflanz- und Pflegezeiten sowie beim Wasserbedarf auf. Nach nur einer Vegetationsperiode sind kaum noch Unterschiede im Erscheinungsbild zu größeren Qualitäten feststellbar.

Vorteile kleinerer Staudenqualitäten im Fokus

Eine mehrjährige Untersuchung, initiiert vom BdS-Arbeitskreis Versuchsfragen und durchgeführt an den Standorten Ellerhop und Erfurt, zeigt deutliche Vorteile kleinerer Staudentöpfe gegenüber Großstauden. Die Ergebnisse, präsentiert von Cornelia Pacalaj vom Lehr- und Versuchszentrum Erfurt auf der BdS-Wintertagung, unterstreichen die Nachhaltigkeit und Arbeitswirtschaftlichkeit kleinerer Qualitäten.

Kleinere Staudenqualitäten weisen signifikant bessere Werte bei Pflanz- und Pflegezeiten sowie beim Wasserbedarf auf. Großstauden hingegen sind anfälliger für den sogenannten Blumentopfeffekt und können im Wurzelbereich von Gehölzen Pflanzprobleme verursachen. Interessanterweise zeigen sich nach nur einer Vegetationsperiode kaum noch Unterschiede im Erscheinungsbild zwischen den verschiedenen Topfgrößen.

Oft greifen Anwender zu größeren Töpfen, um sofort ein repräsentatives Gartenbild zu erzielen. Diese sind jedoch nicht immer standardmäßig verfügbar und erfordern eine langfristige Vorbestellung sowie Kultivierung. Andrea Frankenberg von der Bioland-Beratung Hamm informierte Staudengärtner über die Aspekte des ökologischen Anbaus, die Bedingungen einer Umstellung und die damit verbundenen Herausforderungen.

Die Entscheidung zur Umstellung auf ökologische Produktion basiert häufig auf einer persönlichen Einstellung, die insbesondere bei jungen Gärtnern und Auszubildenden stark ausgeprägt ist. Betriebe, die eine Umstellung anstreben, können sich an die Fördergemeinschaft ökologische Zier- & Gartenpflanzen (föga e. V.) wenden.

Holger Nennmann, Berater für Pflanzenschutz im Pflanzenschutzdienst NRW, stellte fest, dass viele Staudengärtner in ihrer Kultivierung und Sortenvielfalt bereits nah an einer Bioproduktion agieren. Er begleitete 2019 als Offizialberater die Qualitätszeichen-Anerkennungsfahrt und besuchte dabei alle Betriebe. Als größtes Problem im Pflanzenschutz identifizierte er 2019 die extremen Wetterschwankungen, die den Pflanzen keine ausreichende Anpassungszeit ließen. Dies führte oft zu abiotisch verursachten Blattschäden.

26.02.2020

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