Bildungsprojekt „Kleingärten für Biologische Vielfalt“ gestartet
Die rund 90.000 Kleingärten in Deutschland sind Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Um diese Vielfalt weiter zu stärken, haben der Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V. (BKD) und der Deutsche Schreberjugend Bundesverband e. V. (DSJ) das Bildungsprojekt „Kleingärten für Biologische Vielfalt“ initiiert. Dieses Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesumweltministerium gefördert.
Eine zentrale Projektwebseite dient als Informationsquelle für Gartenneulinge sowie für Gartenfachberater. Die Plattform bietet Informationen, die auf unterschiedliche Anforderungen und Wissensstände zugeschnitten sind. Neben Veranstaltungshinweisen zum Thema Biodiversität werden dort schrittweise nützliche Tipps und Handreichungen zur praktischen Umsetzung bereitgestellt. Ergänzend dazu werden wissenschaftliche Hintergrundinformationen angeboten, um Zusammenhänge zu verdeutlichen.
Seit nunmehr 200 Jahren tragen Kleingärten maßgeblich dazu bei, Städte grüner zu gestalten und passen sich dafür laufend gesellschaftlichen Entwicklungen an. Ihr Beitrag geht weit über die Selbstversorgung und den Freizeitwert hinaus. Mit einer naturnahen Gestaltung und dem konsequenten Verzicht auf Pestizide und chemische Düngemittel können wir das ökologische Potential der Kleingärten und Gemeinschaftsflächen noch weiter ausschöpfen. Dadurch entstehen vielfältige Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten, die als Trittsteinbiotope zwischen ökologisch wertvollen Flächen dienen.
Die Auftaktveranstaltung des Projekts, eine Kooperation mit dem BUND, stellte Ergebnisse aus dem BUND-Projekt „Pestizidfreier Biotopverbund“ vor. Das Programm der Veranstaltung bot Einblicke in die Bedeutung von Kleingärten für den Artenschutz und gab Anregungen für die praktische Umsetzung in Kleingartenanlagen und einzelnen Gärten.
