Branchenverbände, Die Grüne Stadt

Kommunalbericht 2013: Pflegezustand öffentlicher Grünflächen überwiegend gut

Der Kommunalbericht 2013 zeigt, dass der Pflegezustand öffentlicher Grünflächen in Hessen überwiegend gut ist. Eiko Leitsch vom FGL betonte die Notwendigkeit klarer politischer Zielsetzungen und integrierter Pflegeplanung, um die Qualität langfristig zu sichern.

Anforderungen an die Grünflächenpflege im Detail

Der Hessische Rechnungshof stellte in seinem Bericht fest, dass der Pflegezustand in den untersuchten Städten mehrheitlich gut ist. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, Gestaltung und Nutzungsabsichten der Flächen in Einklang zu bringen. Der Fachverband unterstützt die im Kommunalbericht 2013 geforderte klare politische Zielsetzung für öffentliches Grün. Dies umfasst auch die Empfehlung für eine integrierte Grünflächenpflegeplanung und die Berücksichtigung der Folgekosten von Grünflächenmaßnahmen bereits in der Planungsphase.

Eiko Leitsch fordert zudem ein Pflege- und Entwicklungskonzept für alle bestehenden und neuen Grünanlagen. Dieses Konzept soll den Lebenszyklus der Anlagen für mindestens 20 bis 25 Jahre analysieren. Solche Konzepte bilden die Grundlage für weitere Steuerungselemente, die in vielen Kommunen konsequenter genutzt oder neu geschaffen werden müssen.

Baum- und Grünflächenkataster liefern die notwendigen Informationen für eine optimierte Betriebssteuerung. Dabei sind Kosten, erbrachte Leistungen und die Qualität der Pflege regelmäßig zu kontrollieren. Diese Kontrollen dienen auch dazu, Preis- und Lohndumping durch nicht fachgerechte Ausführung der Arbeiten entgegenzuwirken.

Finanzierung und nachhaltige Stadtentwicklung

Für die Finanzierung bestehender und zukünftiger Grünanlagen könnten in Hessen innovative Finanzierungskonzepte diskutiert werden. Städte sollten sich dafür einsetzen, dass die Verbesserung städtischer Grünanlagen künftig durch Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe gemäß § 14 Abs. 1 BNatSchG finanziert wird.

Urbanes Grün kann einen größeren Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Der Fachverband hat seine Empfehlungen und Forderungen in der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ dokumentiert, die von Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik unterstützt wird. Die Charta zeigt auf, wie Städte ihre vielfältigen Grünflächen erhalten und deren ökonomische, ökologische und soziale Funktionen dauerhaft sichern können.

09.07.2014

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