Hintergrund und Bedeutung der gemeinsamen Bestattung
Die Möglichkeit, Mensch und Haustier in einem gemeinsamen Grab zu bestatten, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Jüngste Beispiele in Essen und Braubach bei Koblenz zeigen, dass Friedhöfe diese Form der Urnenbestattung bereits anbieten. Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. begrüßt diese Entwicklung grundsätzlich, knüpft sie jedoch an eine klare Bedingung: Die Bestattung muss auf einem sogenannten Humanfriedhof, also einem Friedhof für Menschen, erfolgen und nicht auf einem reinen Tierfriedhof.
„Die würdevolle Bestattung eines Menschen muss absoluten Vorrang haben. Unserer Meinung nach ist dies nur auf Humanfriedhöfen möglich.“
Birgit Ehlers-Ascherfeld, Vorsitzende des BdF
Dieses neue Angebot spiegelt gesellschaftliche Veränderungen wider, insbesondere die steigende Lebenserwartung. Für viele Menschen, deren Lebenspartner bereits verstorben ist, nimmt das Haustier eine zentrale Rolle ein. Die Vorstellung, nach dem eigenen Tod mit dem geliebten Tier in einem Grab vereint zu sein, kann in solchen Fällen tröstlich wirken.
Die gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier eröffnet Friedhöfen zudem die Möglichkeit, neue Zielgruppen anzusprechen. Friedhofsgärtner können hierauf zugeschnittene Angebote entwickeln. Auch bei der Grabbepflanzung sehen die Experten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Birgit Ehlers-Ascherfeld zeigt sich überzeugt, dass die kreativen Friedhofsgärtner vor Ort hierfür passende Lösungen finden werden.