Branchenverbände

Landschaftsgärtner diskutieren Zukunftsthemen

Rund 160 Mitglieder des FGL diskutierten auf ihrer Mitgliederversammlung die Zukunft der Landesgartenschauen, die Digitalisierung im GaLaBau und den Mangel an Deponieraum für Erdaushub. Dabei wurden auch die Bedeutung von Stadtgrün und die Initiative „Rettet den Vorgarten“ hervorgehoben.

FGL-Mitgliederversammlung: Schwerpunkte und Herausforderungen

Rund 160 Mitglieder und Gäste nahmen an der zweitägigen Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. (FGL) am 19. und 20. Februar 2019 in Künzell teil. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Zukunft der Landesgartenschauen, die fortschreitende Digitalisierung in GaLaBau-Unternehmen sowie der Mangel an Deponieraum für Erdaushub.

FGL-Präsident Jens Heger äußerte Kritik am weitreichenden Transport von Erdaushub. Er bezeichnete diesen als „nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch eine Bankrotterklärung für einige Regionen“ und begrüßte die im Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung angekündigte Maßnahme, den Engpass bei Deponiekapazitäten anzugehen. BGL-Präsident Lutze von Wurmb thematisierte in seinem Grußwort die Digitalisierung im GaLaBau. Er kündigte an, dass der Bundesverband diese Entwicklung künftig stärker unterstützen werde und forderte die Unternehmen auf, sich dem Wandel aktiv zu stellen.

Die Betriebe, die [die Möglichkeiten der Digitalisierung] früh erkennen, werden auch weiterhin im Markt erfolgreich sein.

Jens Heger ergänzte, dass die Digitalisierung auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel relevant sei, da moderne Berufsausbildung und Betriebe zur Sicherung zukünftiger Fachkräfte beitragen. Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hob in ihren Grußworten die wachsende Bedeutung des innerstädtischen Grüns hervor.

Parks, Grünflächen und Gärten mildern die Folgen des Klimawandels ab, machen Wohnquartiere attraktiv und leisten entscheidende Beiträge zum Erhalt der Biodiversität.

Sie dankte dem Fachverband für die Initiative „Rettet den Vorgarten“, die sich für eine vielfältige und insektenfreundliche Bepflanzung von Vorgärten einsetzt.

Bedeutung von Stadtgrün und Landesgartenschauen für die Zukunft

Angesichts des Klimawandels setzen sich Landschaftsgärtner für mehr Stadtgrün ein, um den gestiegenen Anforderungen an den Klimaschutz gerecht zu werden. Grüne Städte bilden die Grundlage für ein gesundes Lebensumfeld. Daniel Schreiner, Stadtbaurat von Fulda, informierte über die Planungen zur Landesgartenschau Fulda 2023. FGL-Präsident Jens Heger sieht in Landesgartenschauen eine Möglichkeit, die Grünentwicklung von Städten nachhaltig zu fördern.

Die Ausrichtung einer Landesgartenschau führt zu städtebaulichen Veränderungen, die zur Modernisierung der Städte beitragen. Daher wünschen sich die Landschaftsgärtner mehr regionale und jährliche Gartenschauen. Nach der BUGA 2021 findet die nächste Landesgartenschau in Hessen im Jahr 2023 in Fulda statt. Thüringen folgt ein Jahr später mit der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis. Jens Heger zeigte sich erfreut über die Ankündigung der Staatssekretärin, dass die hessische Landesregierung bereits in diesem Jahr die nächste Landesgartenschau in Hessen ausloben will.

20.02.2019

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