Deutliche Preisunterschiede in Europa beeinflussen Planung und Kalkulation von Einsätzen
Die Lebenshaltungskosten innerhalb Europas unterscheiden sich teils erheblich. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes liegt das Preisniveau in der Schweiz deutlich über dem deutschen Niveau. Für Betriebe und Fachkräfte im Garten- und Landschaftsbau mit grenzüberschreitenden Aktivitäten liefert der Vergleich wichtige Anhaltspunkte für Kalkulation und Einsatzplanung.
Demnach lagen die Lebenshaltungskosten in der Schweiz im Juli 2021 um 51 Prozent über denen in Deutschland. Damit ist die Schweiz das teuerste Land im europäischen Vergleich der untersuchten Staaten.
Nachbarländer überwiegend teurer
Auch in den meisten anderen Nachbarstaaten Deutschlands müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Besonders deutlich fällt der Unterschied in Nordeuropa aus: In Dänemark liegt das Preisniveau 28 Prozent über dem deutschen Wert, in Luxemburg bei plus 25 Prozent.
Weitere Abweichungen zeigen sich in Westeuropa. In den Niederlanden beträgt der Preisunterschied plus 7 Prozent, in Belgien und Österreich jeweils plus 5 Prozent und in Frankreich plus 4 Prozent. Damit bewegen sich diese Länder moderat über dem deutschen Niveau.
Deutlich günstigere Lebenshaltung in Osteuropa
Im Gegensatz dazu sind die Lebenshaltungskosten in Osteuropa deutlich niedriger. In Polen liegen sie 46 Prozent unter dem deutschen Niveau, in Tschechien 28 Prozent. Noch größer sind die Unterschiede in Südosteuropa.
So sind die Preise in Bulgarien, Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina rund 50 Prozent niedriger als in Deutschland. Auch Litauen und Kroatien (jeweils minus 36 Prozent) sowie Spanien (minus 13 Prozent) und Italien (minus 9 Prozent) liegen unter dem deutschen Preisniveau.
Große Spannbreite in Europa
Ein Blick auf weitere Länder verdeutlicht die Spannweite: Island (+40 Prozent) und Norwegen (+30 Prozent) zählen ebenfalls zu den hochpreisigen Standorten. Am unteren Ende der Skala liegt die Türkei mit rund 64 Prozent geringeren Lebenshaltungskosten.
Die Daten werden künftig monatlich aktualisiert und bieten damit eine kontinuierliche Orientierung für Unternehmen, die international tätig sind oder Personal im Ausland einsetzen. Gerade für kalkulationsintensive Bereiche wie den Gartenbau können diese Unterschiede entscheidend sein.
