Branchenverbände

Materialengpässe und Preissteigerungen im GaLaBau

Die Baubranche leidet unter Produktionsausfällen und Lieferengpässen, was auch den Garten- und Landschaftsbau stark betrifft. Unternehmen sehen sich mit erheblichen Preiserhöhungen und Lieferausfällen konfrontiert, was zu steigendem Beratungsbedarf führt.

Herausforderungen für GaLaBau-Unternehmen durch Materialknappheit

Die Baubranche ist derzeit von Produktionsausfällen und Lieferengpässen bei Baustoffen betroffen. Dies betrifft insbesondere Materialien wie Holz, Kunststoffrohre, Stahl, Naturstein, Sand und Kies sowie Treibstoffe, die weltweit knapp werden. Auch im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) sind Berichte über Preissteigerungen, Lieferengpässe und -ausfälle zunehmend präsent.

Eine Kurzumfrage des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) unter seinen Landesverbänden zeigt einen spürbar steigenden Beratungsbedarf. GaLaBau-Unternehmen sehen sich mit kurzfristigen Preiserhöhungen von 30 Prozent und mehr sowie Lieferausfällen konfrontiert. Dies erhöht den Druck, da sie laufende Verträge erfüllen müssen und das Risiko unvorhersehbarer Kosten allein tragen.

Insbesondere öffentliche Auftraggeber müssen den GaLaBau-Unternehmen bei bestehenden Verträgen entgegenkommen. Die öffentliche Hand hat eine große Verantwortung für die kleine und mittelständische Wirtschaft. Betriebe, die unverschuldet in wirtschaftliche Schieflage kommen, nützen niemandem. Bei zukünftigen Verträgen könnten Preisgleitklauseln einen Lösungsansatz bieten.

Dies betont Thomas Krämer, Wirtschaftsjurist und Politikreferent im BGL. Der GaLaBau kann derzeit noch flexibel auf die Situation reagieren, da zwei Drittel der Umsätze im Privatgartenbereich erwirtschaftet werden, wo Projekte oft kleiner und zeitlich überschaubar sind. Dennoch steigt auch hier der Druck durch fehlenden Materialnachschub und schnell steigende Preise.

Forderungen des BGL zur Unterstützung der Branche

BGL-Präsident Lutze von Wurmb äußert sich besorgt über die Situation, auch wenn die Branche derzeit kaum auf Kurzarbeit zurückgreifen muss. Der BGL hat sich dem jüngsten Schreiben der Bundesvereinigung Bauwirtschaft an Bundeswirtschaftsminister Altmaier angeschlossen. Darin wird eine Berücksichtigung der Stoffpreisgleitklausel bei öffentlichen Projekten sowie eine Entbürokratisierung bestehender Regeln zur Verfügbarkeit von Baumaterial in Deutschland gefordert.

25.05.2021

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