Inhalte und Nutzen der Arbeitshilfe für Kommunen
Praxisbeispiele veranschaulichen mögliche Schritte und Prozesse. Die Broschüre beleuchtet den Nutzen von mehr biologischer Vielfalt in der Stadt und erläutert, was bei der Erstellung einer Biodiversitätsstrategie zu beachten ist. Auch für kleinere Kommunen mit begrenzten Ressourcen skizziert sie Vorgehensweisen, Empfehlungen und Anregungen sowie Mindestanforderungen für die Erarbeitung einer kommunalen Biodiversitätsstrategie.
Wichtig ist, dass die Kommunen passgenaue, auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnittene Strategien entwickeln und diese nach Möglichkeit auch in andere Planungen integrieren. So ist gewährleistet, dass nicht nur Papiere entstehen, die am Ende in der Schublade landen.
Dies erklärt Dr. Juliane Mathey, Projektleiterin im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR). Für die erfolgreiche Umsetzung einer kommunalen Biodiversitätsstrategie sei zudem entscheidend, dass sie innerhalb der Verwaltung und der Bevölkerung auf Akzeptanz und Wertschätzung stößt.
In einem Exkurs widmen wir uns in der Arbeitshilfe deshalb auch der Frage, wie sich relevante Zielgruppen in den Prozess der Strategieentwicklung und -umsetzung einbinden lassen.
Ergänzt Juliane Mathey vom IÖR. Die Broschüre ist ein Ergebnis des Verbundvorhabens „Städtische Grünstrukturen für biologische Vielfalt – Integrierte Strategien und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität in Städten (UrbanNBS)“. In diesem Projekt untersuchte ein Team aus Wissenschaftlern und Praktikern, wie Kommunen den Schutz der biologischen Vielfalt fest in ihren Planungen verankern und Städte attraktiver gestalten können.
Hintergrund des Projekts UrbanNBS und seine Ergebnisse
Im Rahmen des Verbundvorhabens UrbanNBS wurden in den Städten Bielefeld und Heidelberg Eckpunkte für kommunale Biodiversitätsstrategien festgelegt und konkrete Maßnahmen in Erprobungsräumen umgesetzt. Die dabei gesammelten Erfahrungen sind in die Arbeitshilfe eingeflossen. Das Forschungs- und Umsetzungsprojekt wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)/Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert.
Das Verbundvorhaben UrbanNBS lief von Mitte 2015 bis Anfang 2020. Zu den Projektpartnern zählten das koordinierende Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) Dresden, das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) Darmstadt, die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) Radolfzell sowie die Städte Bielefeld und Heidelberg. Im Jahr 2017 wurde das Verbundvorhaben als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.
