Bewertungskriterien und Ziele der Staudensichtung für den GaLaBau
Eine Staude, die nicht widerstandsfähig ist, hat aufgrund der Bewertungskriterien keinerlei Chance bei der Staudensichtung ausgezeichnet zu werden.
Dies erklärte Prof. Dr. Bernd Hertle, Leiter der Weihenstephaner Gärten und Vorsitzender des BdS-Arbeitskreises Staudensichtung. Nur gesunde und vitale Pflanzen erhalten hohe Auszeichnungen, was einen dauerhaften Erfolg ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verspricht.
Ziel der Staudensichtung ist es, verlässliche Informationen zu Stauden zu generieren. Dies soll eine Grundlage für langfristige Pflanzungen schaffen und Pflegeaufwand sowie Krankheits- und Schädlingsbefall minimieren. Während der Vorsichtung und der dreijährigen Hauptsichtung werden keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
Verfügbarkeit und Akzeptanz prämierter Stauden im Markt
Die bereits bewerteten Sortimente sind online einsehbar. Staudengärtner übernehmen prämierte Stauden gezielt in ihr Sortiment, wie Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner, ausführte. Moll bemängelte jedoch, dass sich der Vorteil dieser Stauden in der gesamten gärtnerischen Fachwelt noch nicht ausreichend durchgesetzt habe. Oft würden noch Standardsorten aus der eigenen Ausbildung von Gärtnern und Planern ausgeschrieben.
Ein Teilnehmer schlug vor, auch die Wirkung auf Tierpopulationen in die Sortimente aufzunehmen. Prof. Dr. Hertle würde eine Unterstützung anderer Forschungseinrichtungen in dieser Hinsicht begrüßen.
Die Teilnehmer der Reise konnten ein Phlox- und ein Hakonechloa-Sortiment anhand sortimentsspezifischer Boniturbögen selbst bewerten. Ulrike Leyhe, technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten, gab hierzu Hinweise zum Vorgehen.


