Renaturierung und das Ende des Torfabbaus
Das Aschhorner Moor hat sich in den letzten Jahrzehnten durch grünlandgeprägte landwirtschaftliche Nutzung und anhaltenden Torfabbau zu einer weitgehend entwässerten Hochmoorlandschaft entwickelt. In einigen Bereichen findet der Torfabbau noch statt. Um ein vorzeitiges Ende des Abbaus zu ermöglichen, hat die Deutsche Wildtier Stiftung neben bereits renaturierten Flächen auch Abbaurechte erworben.
Ziel ist es, den Torfabbau im gesamten Gebiet des Aschhorner Moors bis Ende 2024 zu beenden, sechs Jahre früher als ursprünglich geplant. Dies soll nach dem Rückbau der bestehenden Abbauanlagen geschehen. Das Vorhaben zielt darauf ab, ein neues Moor-Wildnisgebiet im Sinne der Nationalen Biodiversitätsstrategie zu schaffen.
Der Erwerb des Aschhorner Moors ermöglicht es, aktiv zum Gelingen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung beizutragen.
Im Aschhorner Moor haben sich verschiedene moortypische Tier- und Pflanzenarten wie der Moorfrosch, die Bekassine und das scheidige Wollgras wieder angesiedelt. Der vorzeitige Stopp des Torfabbaus trägt dazu bei, dass mehr Torf im Moor verbleibt und die Freisetzung des darin gebundenen Kohlenstoffs verhindert wird.
Beitrag zum Klimaschutz und Wildnisziel
Das Projekt leistet einen Beitrag zur Umsetzung des Zwei-Prozent-Wildnisziels und zum natürlichen Klimaschutz. Das Förderprogramm „Förderung der Wildnisentwicklung in Deutschland“ (Wildnisfonds) des Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministeriums unterstützt Maßnahmen, um das Zwei-Prozent-Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) zu erreichen. Dieses Ziel sieht vor, dass sich die Natur auf mindestens zwei Prozent der Fläche Deutschlands nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln kann.
Die Deutsche Wildtier Stiftung sichert seit ihrer Gründung vor 30 Jahren Lebensräume für Wildtiere und Wildpflanzen. Sie erwirbt Flächen wie das Aschhorner Moor und fördert natur- und artenschutzgerechte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zum Schutz oder zur Renaturierung dieser Gebiete. Die Stiftung engagiert sich für eine wildtierfreundliche und ökologische Nutzung auf Wirtschaftsflächen und unterstützt im Rahmen des Bundesprojektes Nationales Naturerbe die Schaffung von Wildnis.
