Biologische Ursachen und Auswirkungen von Korrosion
Korrosion an Komponenten von Schwimmteichen und Naturpools kann zu ästhetischen Beeinträchtigungen und Schäden führen. Oft werden sichtbare Schäden jedoch nicht als biologisch verursacht erkannt, sondern Faktoren wie Wasserkontakt, Sonneneinstrahlung und andere physikalische Einflüsse zugeschrieben.
Korrosionsreaktionen, die durch Algen, Pilze und Mikroorganismen ausgelöst werden, gefährden metallische sowie organische und anorganische Werkstoffe. Die wissenschaftliche Betrachtung der mikrobiellen Korrosion begann erst in den 1990er Jahren.
Medien wie Wasser, die durch pH-Wert und Temperatur Leben ermöglichen, erhöhen das Risiko mikrobieller Korrosion. Im Zusammenhang mit Wasser sind braune, schleimige und voluminöse Beläge typisch für biologisch verursachte Korrosion. Diese Biofilme entstehen durch die Verbindungen und Abbauprozesse von Mikroorganismen, Pilzen und Algen.
Mikrobieller Abbau von Polymeren und Additiven
Das Ausmaß mikrobieller Korrosion an Kunststoffen, wie beispielsweise PVC-Folien in Teichen, wird häufig unterschätzt. Neben physikalischen Einflüssen wie dynamischer Zugspannung und Erosion durch Partikel in schnell strömendem Wasser, schädigt mikrobiologische Korrosion das Material stärker als angenommen.
Die Werkstoffschädigung wird durch Stoffwechselprodukte von Bakterien, Pilzen und Algen verursacht. Dabei handelt es sich meist um Enzyme, die chemische Reaktionen wie Hydrolyse und Oxidationsprozesse in Gang setzen und zum Abbau der Polymere führen.
Auf korrodierten Kunststoffoberflächen wurden bisher 250 verschiedene Arten von Mikroorganismen isoliert. Kunststoffe dienen diesen Mikroorganismen als Kohlenstoff- und Stickstoffquelle, beispielsweise in Polyamiden und Polyacrylamiden. Neben der Verringerung des Weichmachergehalts tragen die Absorption von Feinstaub, feuchtem Schmutz und Verdunstung zur Korrosion von Kunststofffolien bei. Praktisch jeder Kunststoff kann von Korrosion betroffen sein, insbesondere Folien unter Kies.
Folien werden oft prophylaktisch mit Mitteln gegen mikrobiologischen Besatz behandelt, die jedoch häufig ineffektiv oder nur kurz wirksam sind. Fleckenartige Verfärbungen können die Folge der Einlagerung extrazellulärer Farbstoffe in die Molekülstruktur der Polymere sein. Der mikrobiell induzierte Abbau von Polymeren kann zu Löchern und Rissen in Folien führen, insbesondere durch den mikrobiellen Verbrauch von Weichmachern bei Weich-PVC.
Weichmacher können aus dem Kunststoffinneren an die Oberfläche wandern, was zu einer Verarmung im Inneren führt. PVC-Folien altern unter Kies bekanntermaßen schneller als durch Witterungseinflüsse wie direkte Sonneneinstrahlung. Dieses Phänomen ist ebenfalls auf den Verlust von Weichmachern zurückzuführen, wodurch die PVC-Folien spröder und verletzlicher werden und sich ihr thermischer Ausdehnungskoeffizient ändert. Verschiedene chemische und physikalische Abbaureaktionen bei Polymeren werden durch den Bewuchs von Algen, Pilzen und Mikroorganismen hervorgerufen.
Effektive Gegenmaßnahmen
Biozidbeschichtungen auf Teichfolien haben oft eine geringe Lebensdauer. Zum Schutz der Folien und anderer Werkstoffe im Schwimmteich können effektive und nicht gesundheitsschädliche Mittel eingesetzt werden. Ein Beispiel ist der Algenkiller Protect, der durch Applikation in einem speziellen Gewebesäckchen direkt ins Wasser eingebracht wird. Durch natürliche oder zugeführte Wasserbewegungen verteilt er sich auf allen Oberflächen der im Teich befindlichen Werkstoffe und Folien.
Dies verhindert die Algenbildung zuverlässig. Der Algenkiller Protect ist seit über zehn Jahren in Teichen und Brunnen unterschiedlicher Größenordnungen im Einsatz.
