Dickblattgewächse: Ideale Zimmerpflanzen für den Winter
Die kalte Jahreszeit lädt dazu ein, das Zuhause mit Pflanzen zu gestalten. Mit geringem Aufwand lassen sich aus Dickblattgewächsen kleine Pflanzenwelten schaffen. Diese Pflanzen sind pflegeleicht und eignen sich besonders gut für die Bedingungen in Innenräumen während des Winters.
Der Winter stellt für Zimmerpflanzen eine Herausforderung dar, da sie mit trockener Luft, Zimmerwärme und geringem Lichtangebot zurechtkommen müssen. Dickblattgewächse, auch bekannt als Sukkulenten oder Crassulaceen, sind für diese Bedingungen gut geeignet. Diese Pflanzenfamilie zeichnet sich durch eine große Formenvielfalt und ihre Trockenheitsverträglichkeit aus. Sie sind als kleine Exemplare erhältlich und lassen sich gut kombinieren. Auch ungewöhnliche oder kleine Gefäße können mit diesen Pflanzen bestückt werden.
Die Vielfalt der Dickblattminis
Zu den beliebten Arten gehören Echeveria und verwandte Pflanzen, deren Blattrosetten in verschiedenen Grün- und Brauntönen erscheinen. Sie ähneln dem Hauswurz, sind aber nicht frosthart. Pachyphytum-Arten besitzen dickere Blätter. Eine attraktive Kreuzung ist x Pachyveria, deren blaugrüne Blätter einen rosafarbenen Schimmer aufweisen können. Ergänzt wird die Vielfalt durch Arten von Crassula, Sedum und einigen Kalanchoe. Auch andere Sukkulenten wie Aloe, Haworthia und Gasteria passen gut dazu. Trotz der großen Artenvielfalt ist entscheidend, dass diese Pflanzen ähnliche Ansprüche an Licht, Temperatur und Wasser haben.
Gestaltung einer Sukkulentenlandschaft
Für die Gestaltung einer Sukkulentenlandschaft können vielfältige Gefäße genutzt werden, von Konservendosen über Sammeltassen bis hin zu alten Bratpfannen. Besonders gut eignen sich breite, flache Schalen. Ein Abzugsloch ist nicht zwingend notwendig, da sparsam gegossen werden sollte. Als unterste Schicht dient eine Drainage aus kleinen Steinen, feinem Schotter, Lava oder Ziegelsplitt. Als Substrat eignet sich Kakteenerde, die etwa 20-30% lehmig-sandige und mineralische Zusätze enthält.
Die kleinen Dickblattgewächse sollten nicht tiefer als der Topfballen gepflanzt werden. Sie können dicht gesetzt werden, da sie langsam wachsen und sich kaum gegenseitig behindern. Eine Kombination aus unterschiedlichen Formen, Strukturen und Farben sorgt für Abwechslung. In flachen Gefäßen können auch Pflanzlücken gelassen werden, die mit trockenen Wurzelstücken, Steinen oder Sand, der einen Weg oder einen ausgetrockneten Fluss symbolisiert, gefüllt werden können.
Pflegehinweise
Dickblattgewächse stammen ursprünglich aus trockenen Regionen und sind an starke Sonneneinstrahlung angepasst. Sie benötigen daher so viel Sonne wie möglich, auch im Zimmer. Sie sind robust genug, um kurze Phasen von ein bis zwei Wochen an einem lichtarmen Standort, wie einem Esstisch, zu überstehen. Ein regelmäßiger Standortwechsel an ein helles Fenster ist vorteilhaft. Im Winter sind niedrige Temperaturen (5-10°C) und Trockenheit ideal, auch wenn dies im Zimmer oft nicht vollständig umsetzbar ist. Wenig Wasser ist in jedem Fall wichtig.
Bei geringem Lichtangebot reduzieren die Pflanzen ihr Wachstum. Sie verzeihen viele Pflegefehler, solange Staunässe vermieden wird. Wollläuse können gelegentlich ein Problem darstellen.
