Die Grüne Stadt

WebApp „meinGrün“ startet in Dresden und Heidelberg

Die WebApp „meinGrün“ ist ab dem 19. Juni in Dresden und Heidelberg verfügbar. Sie ermöglicht das Auffinden öffentlicher Grünflächen und bietet neue Wege dorthin. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen des Projekts meinGrün.

Neue Wege zu Dresdens und Heidelbergs Grünflächen

Die WebApp „meinGrün“ ist ab dem 19. Juni in Dresden und Heidelberg verfügbar. Sie ermöglicht das Auffinden öffentlicher Grünflächen und bietet neue Wege dorthin. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen des Projekts meinGrün, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Programm mFUND.

Für Kommunen und Akteure im Garten- & Landschaftsbau bietet die Anwendung die Möglichkeit, Grünflächen sichtbarer zu machen und deren Nutzung zu fördern. Nutzer erhalten Informationen zur Lage und Ausstattung öffentlicher Parks und Anlagen.

Grünflächen nach Bedarf filtern

Die App erlaubt das Filtern von Grünflächen nach individuellen Anforderungen. Sie zeigt beispielsweise Standorte von Spielplätzen, Liegewiesen oder Grillmöglichkeiten an. Auch ruhige Bereiche sind abrufbar.

Suchfunktionen erleichtern die Auswahl der passenden Fläche. Dies rückt die Aufenthaltsqualität urbaner Freiräume in den Fokus und schafft Transparenz über das kommunale Grünangebot.

Routing-Optionen ins Stadtgrün

Neben der Flächensuche bietet die WebApp differenzierte Routing-Optionen. Nutzer können zwischen dem kürzesten, einem leisen, grünen oder schattigen Weg wählen. Ziel ist es, den Weg ins Grün bewusster zu gestalten.

Das Projektteam fördert umweltschonende Mobilität, indem Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden sollen. Die Anwendung verbindet somit Freiraumplanung mit nachhaltiger Verkehrslenkung.

Virtuelle Schnitzeljagd zum Start

Zum Start am 19. Juni werden in beiden Pilotstädten virtuelle Schnitzeljagden angeboten. In Dresden beginnt eine etwa vier Kilometer lange Route am Spielplatz im Park Bürgerwiese, eine weitere 13 Kilometer lange Strecke startet am Albertplatz. In Heidelberg ist die Neckarwiese der Ausgangspunkt.

Die Teilnehmer werden mittels App von einer Grünfläche zur nächsten geführt und lösen dabei Aufgaben. Dies dient der spielerischen Erkundung der Anwendungsfunktionen. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist ebenfalls möglich.

Wissenschaftlich fundierte Entwicklung

Das Projekt meinGrün wurde in 18 Monaten durch wissenschaftliche Arbeit, technische Umsetzung und Praxistests realisiert. Zum Konsortium gehören das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung als Projektleitung, das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des DLR, die Technische Universität Dresden, die Universität Heidelberg sowie weitere Partner aus Forschung und Softwareentwicklung.

Die WebApp kombiniert offene Geodaten, aktuelle Fernerkundungsdaten aus dem europäischen Copernicus-Programm und nutzergenerierte Informationen. Die Verwaltungen von Dresden und Heidelberg unterstützten das Vorhaben durch die Bereitstellung kommunaler Grünflächendaten.

Obwohl die Anwendung zunächst für Dresden und Heidelberg konzipiert wurde, ist sie auf andere Städte übertragbar. meinGrün eröffnet somit neue Perspektiven für die digitale Erschließung und Vermittlung urbaner Freiräume.

08.06.2020

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