Beetpflanzen und Gehölze

Nachhaltige Weihnachtsbäume im Topf: Die Tanne als klimaresistente Option

Tannen erweisen sich als klimaresistente Weihnachtsbäume, die Hitze und Trockenheit gut überstehen. Die Baumschulbranche bietet zunehmend Bäume im Topf an, die nach den Feiertagen eingepflanzt werden können, um der Entsorgung entgegenzuwirken.

Klimaresistenz und ökologische Vorteile von Tannen

Weihnachtsbäume sind ein fester Bestandteil der Festtage. Neben ihrer Rolle als festliche Dekoration bieten immergrüne Bäume in der kalten Jahreszeit auch ökologische Vorteile, indem sie Sauerstoff produzieren und Tieren Unterschlupf gewähren.

Baumschuler Dietmar Pick aus Zorneding hebt die Anpassungsfähigkeit von Tannen hervor:

Tannen kommen mit dem Klimawandel noch recht gut klar. Durch ihre tiefen Pfahlwurzeln sind sie fest im Boden verankert und können sich so auch aus tieferliegenden Erdschichten mit dem nötigen Wasser versorgen.

Diese Eigenschaft ermöglicht es Tannen, Hitze und Trockenheit besser zu überstehen als viele andere Pflanzen. Auch starke Fröste beeinträchtigen sie kaum. Am Waldrand können Tannen als natürlicher Schutzwall fungieren, der andere Waldbewohner vor Hitze, starker Sonneneinstrahlung und Wind schützt. Allerdings benötigen sie viel Platz und können ausgewachsen eine Höhe von 40 bis 50 Metern erreichen sowie ein Alter von bis zu 500 Jahren erreichen.

Nachhaltige Alternativen: Weihnachtsbäume im Topf

Um der Entsorgung von jährlich über 25 Millionen Weihnachtsbäumen entgegenzuwirken, bietet die Baumschulbranche zunehmend Weihnachtsbäume im Topf an, die nach den Feiertagen im Garten oder Wald eingepflanzt werden können. Damit dies erfolgreich gelingt, sind bestimmte Pflegemaßnahmen erforderlich.

Nach dem Fest sollten die Bäume nicht direkt aus einem warmen Innenraum in die kalte Außenumgebung gebracht werden. Eine Übergangszeit von einigen Tagen, beispielsweise in einer Garage oder auf einem geschützten Balkon, ist ratsam, um die Pflanze an niedrigere Temperaturen zu gewöhnen. Eine Vliesabdeckung kann sich negativ auf die Nadeln auswirken.

Empfehlenswert ist hingegen das Umtopfen in einen größeren Topf mit gut vorbereiteter Erde und etwas Dünger. Dies fördert die Wurzelentwicklung und schützt die Wurzeln besser vor Kälte. Das regelmäßige Gießen ist ebenfalls wichtig, da immergrüne Pflanzen auch im Winter Feuchtigkeit verdunsten.

Werden diese Hinweise beachtet, steigen die Chancen, dass aus einem Weihnachtsbaum ein dauerhafter Containerbaum wird. Eine noch nachhaltigere Option sind Bäume, die direkt im Topf herangezogen wurden, da deren Wurzeln unversehrt bleiben.

Das Konzept der Schwaneland Gartenbaumschule Zorneding

Die Schwaneland Gartenbaumschule Zorneding zieht Nordmanntannen von Anfang an im Topf groß. Geschäftsführer Dietmar Pick erklärt:

Wir als kleine Baumschule wollten ein Zeichen setzen, denn eine intakte Natur ist mir einfach ein Herzensanliegen.

Nach dem Weihnachtsfest holt die Baumschule die Bäume wieder ab und pflegt sie in Kaltgewächshäusern oder im Freien bis zur nächsten Saison. Gekaufte Bäume können auf Wunsch mit einem Namensschild versehen und im Folgejahr erneut ausgeliefert werden. Nach etwa drei bis vier Jahren erreichen die Bäume eine Größe von bis zu 2,50 Metern und werden dann im eigenen Garten oder in einem geeigneten Waldstück fachgerecht gepflanzt.

18.12.2019

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