Naturschutz

Nasse Moore: Unverzichtbare Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen den Klimawandel

Nasse Moore sind entscheidend für das ökologische Gleichgewicht und speichern Kohlenstoff. Entwässerte Moore hingegen setzen Treibhausgase frei. Der Internationale Tag der Feuchtgebiete betonte ihre Rolle als Klimaschützer.

Moore als Lebensraum und Klimaschützer – mehr als nur Kohlenstoffspeicher

Moore sind als natürliche Kohlenstoffsenken von Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht. Ihre Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern, ist an ihren nassen Zustand gebunden. Entwässerte Moore hingegen setzen Treibhausgase, insbesondere CO2, frei und werden so zu einer Emissionsquelle. Der Internationale Tag der Feuchtgebiete am 2. Februar rückte die Rolle intakter Moore in den Fokus.

Was wären wir ohne Moore? So mancher Krimiautor käme ohne sie nicht auf seine Geschichte. Für Bekassine, Moorfrosch und Sonnentau sind sie ein unersetzlicher Lebensraum. Obwohl sie nur einen kleinen Teil der Erdoberfläche ausmachen, sind Moore von unschätzbarem Wert für unser ökologisches Gleichgewicht und für uns unverzichtbare Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel. Ihre Wiederherstellung ist daher eine Aufgabe, der wir uns mit großem Engagement widmen. Darin und in ihrem Erhalt liegt auch ein Teil unserer Verantwortung für kommende Generationen.

Die Wiederherstellung von Mooren ist eine Aufgabe, die sich dem Schutz des Klimas widmet. Der NABU engagiert sich in verschiedenen Projekten für den Moorschutz.

Internationale Moorschutzprojekte und nationale Initiativen zur Wiedervernässung

Im Rahmen des EU-Projekts LIFE Multi Peat arbeitet der NABU mit Partnern an der Wiedervernässung von 689 Hektar Moorfläche in Polen, Belgien, Irland, den Niederlanden und Deutschland. Dabei werden auch Lösungen für die nachhaltige Nutzung nasser Moore erprobt. Ein weiteres EU-Projekt, LIFE Peat Carbon, begleitet die Wiederherstellung von Mooren in Finnland und Lettland.

Das bereits abgeschlossene Projekt LIFE Peat Restore führte zur Wiedervernässung von über 5.300 Hektar Moor in Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland. Über den NABU-Klimafonds werden Landwirte und Landeigentümer angesprochen, die Moorflächen besitzen und diese mit finanzieller und fachlicher Unterstützung wiedervernässen möchten.

Im Jahr 2023 wurden zwölf Moorflächenprojekte in sechs Ländern (Deutschland, Finnland, Lettland, England, Irland und Belgien) mit einem Investitionsvolumen von 4,3 Millionen Euro initiiert. Derzeit werden im Rahmen der NABU-Förderung Klima+ rund 313 Hektar in vier norddeutschen Regionen (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) gefördert.

Die verheerenden Folgen der Klimakrise für Mensch und Umwelt werden breit diskutiert. Es ist höchste Zeit, sich der Bedeutung intakter Moore bewusst zu werden. Moore müssen als Kohlenstofflager und –speicher endlich angemessen berücksichtigt werden.

Auch im Alltag kann jeder Einzelne zum Moorschutz beitragen, indem beim Kauf von Blumenerde auf torffreie Alternativen geachtet wird.

03.02.2024

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