TeichMeister-Verbund zeigt praxisgerechte Lösungen für Wasseranlagen im Garten
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Grün“ auf der Landesgartenschau Neuenburg stellte Dr. Norbert Gäng, Geschäftsführer der Balena GmbH, praxisnah Konzepte rund um Naturpools und Schwimmteiche vor. Das Unternehmen ist Teil des TeichMeister-Verbunds, einem Netzwerk von rund 70 Garten- und Landschaftsbau-Betrieben aus Deutschland und der Schweiz, die sich auf Wasseranlagen im Garten spezialisiert haben.
Die Partnerbetriebe decken das gesamte Leistungsspektrum ab – von der Planung über den Rohbau bis zur fertigen Anlage. Das Projektspektrum reicht von kompakten Wasserflächen ab etwa 10 Quadratmetern bis hin zu großflächigen Anlagen mit bis zu 30.000 Quadratmetern Wasseroberfläche.
Klare Abgrenzung: Schwimmteich und Naturpool
Ein Schwimmteich wird als künstliches, abgedichtetes Gewässer definiert, dessen Wasser ausschließlich mechanisch und biologisch aufbereitet wird. Das ökologische Gleichgewicht zwischen Nährstoffeintrag und -austrag ist dabei entscheidend. Eine Pflanzzone gehört zum System, wobei deren Anteil heute deutlich geringer ausfallen kann als früher.
Der Begriff Naturpool steht hingegen für klar strukturierte Becken mit reduziertem Pflanzenanteil. Bereits mit etwa fünf Prozent Pflanzfläche lassen sich funktionierende Systeme realisieren. Die Filtertechnik wird im Pflanzbereich oder verdeckt, beispielsweise unter Holzdecks, integriert und arbeitet mit Mikroorganismen zur Nährstoffreduktion.
Verschiedene Bauweisen für unterschiedliche Anforderungen
Für die Umsetzung stehen unterschiedliche Beckentypen zur Verfügung, die je nach gestalterischem Anspruch und Budget gewählt werden:
- Folienbecken mit hoher Gestaltungsfreiheit
- Fertigbecken aus Glasfaser mit klaren Formen
- Fliesenbecken mit besonders hochwertiger Optik
Unabhängig von der Bauweise gilt: Schwimmteiche müssen strikt von Fischteichen getrennt werden, um übermäßigen Nährstoffeintrag zu vermeiden und die Wasserqualität stabil zu halten.
Technik und Betrieb im Fokus der Praxis
Im Schaugarten eines Partnerbetriebs wurde ein Naturpool im Betrieb vorgestellt. Dabei standen Fragen zu Pflege, Betriebskosten und technischer Ausstattung im Mittelpunkt. Die laufenden Kosten variieren je nach Größe der Anlage und individuellen Anforderungen.
Zusätzliche Ausstattungen wie Wärmepumpen, Gegenstromanlagen oder Sicherheitsabdeckungen lassen sich projektabhängig integrieren. Auch gestalterische Details spielen eine Rolle für die Wirkung der Anlage.
„Interessant ist auch, dass blaue Folie kein blaues Wasser ergibt, dafür wären graue oder weiße Folie angebrachter“
Wissenstransfer für GaLaBau-Betriebe
Die Veranstaltungsreihe vermittelt regelmäßig praxisrelevantes Know-how für Fachbetriebe und interessierte Besucher. Mehrere GaLaBau-Unternehmen aus der Region beteiligen sich an den Vorführungen und geben Einblicke in Planung, Bau und Pflege moderner Wasseranlagen.
Das Konzept zeigt, wie sich standardisierte Systeme und individuelle Gestaltung im Gartenbau verbinden lassen. Naturpools entwickeln sich damit zunehmend zu einem festen Bestandteil hochwertiger Privatgärten.
