Naturschutz

Naturschutzgroßprojekt Obere Treenelandschaft erfolgreich abgeschlossen

Nach über zwölf Jahren Förderung wurde das Naturschutzgroßprojekt „Obere Treenelandschaft“ erfolgreich beendet. Maßnahmen wie Moorschutz und die Umwandlung von Äckern in Grünland fördern gefährdete Arten und mindern Treibhausgasemissionen.

Erfolgreicher Abschluss und positive Auswirkungen

Nach über zwölf Jahren Förderung durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Land Schleswig-Holstein wurde das Naturschutzgroßprojekt „Obere Treenelandschaft“ erfolgreich beendet. Die durchgeführten Maßnahmen im Bereich Moorschutz und die Umwandlung von Äckern in extensiv genutztes Grünland tragen zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten bei und mindern gleichzeitig Treibhausgasemissionen.

Von den durchgeführten Naturschutzmaßnahmen zum Moorschutz und der Umwandlung von Äckern in extensiv genutztes Grünland profitieren nicht nur zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten, sondern diese Maßnahmen tragen auch in erheblichem Umfang zur Minderung der Emissionen von Treibhausgasen bei. Dies ist ein gutes Beispiel dafür wie Naturschutzmaßnahmen konkret einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Dies erklärte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, anlässlich der Abschlussveranstaltung in Oeversee. Insgesamt flossen über 6,3 Millionen Euro an Bundesmitteln und fast 1,3 Millionen Euro an Landesmitteln in das 2.141 Hektar große Projektgebiet nahe Flensburg. Dadurch konnte eine artenreiche Kulturlandschaft mit Mooren, Binnendünen und Buchenmischwäldern erhalten und die biologische Vielfalt gefördert werden.

Das Projekt ist ein Beispiel für die Kooperation zwischen den Kommunen der Region und engagierten Bürgern, die sich im Naturschutzverein Obere Treenelandschaft zusammengeschlossen haben. Jessel äußerte die Hoffnung, dass dieses Vorhaben eine Signalwirkung für ähnliche Initiativen zum Natur- und Klimaschutz in anderen Regionen entfalten wird.

Im Rahmen des Naturschutzgroßvorhabens wurden hochwertige nutzungsfreie Wälder geschützt, Fließgewässer renaturiert und extensive Weidelandschaften auf einer Fläche von 540 Hektar geschaffen. Bedrohte Arten wie der Fischotter, die Bekassine und der Moorfrosch zeigen im Projektgebiet wieder einen Aufwärtstrend in ihren Beständen. Eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit des Naturschutzvereins Obere Treenelandschaft sorgte für breite Unterstützung in der Bevölkerung.

Hintergrund des Förderprogramms

Das Projekt „Obere Treenelandschaft“ ist eines von 76 Vorhaben, die der Bund als „gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzgroßprojekte“ im Rahmen des Förderprogramms „Chance.natur“ finanziert oder noch fördert. Seit 33 Jahren unterstützt der Bund mit diesem Programm die Bundesländer, um großflächige und wertvolle Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Bislang wurden 51 Vorhaben erfolgreich abgeschlossen.

In den aktuell 25 laufenden Naturschutzgroßvorhaben werden unter anderem die Fachplanung, der Flächenerwerb, Naturschutzmaßnahmen und das Projektmanagement finanziert. Die beteiligten Bundesländer und Projektträger verpflichten sich zudem zu einem nachhaltigen Schutz und einer naturverträglichen Entwicklung des Projektgebietes, auch über die begrenzte Bundesförderung hinaus.

14.06.2012

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