Neue Broschüre des BMEL
Extreme Niederschläge, Stürme, Hitze und Trockenheit werden laut einer gemeinsamen Studie des Thünen-Instituts (TI), des Julius-Kühn-Instituts (JKI) und des Deutschen Wetterdienstes in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich zunehmen. Diese Wetterveränderungen betreffen die Land- und Forstwirtschaft in besonderem Maße.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat daher eine neue Broschüre veröffentlicht. Diese informiert über Maßnahmen zur Prävention und Schadensregulierung bei Extremwetterlagen. Die Broschüre, die kostenfrei auf der BMEL-Website erhältlich ist, erläutert, wie sich Unternehmen des Agrarbereichs und der Forstwirtschaft gegen Wetterschäden absichern und gegebenenfalls Hilfen erhalten können.
Ich setze auf Forschung und Prävention, damit Schäden durch Extremwettereignisse bestenfalls vermieden oder zumindest in ihrem Schadensausmaß begrenzt bleiben. Zugleich brauchen wir eine finanziell gut ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die auch zukünftig auf zwei soliden Säulen stehen muss. Gerade die Direktzahlungen der GAP sind das Instrument der Agrarstrukturpolitik und sie stabilisieren gerade für unsere kleineren bäuerlichen Betriebe die Einkommenssituation. So können sie schwankende Preise von Agrarprodukten oder auch Schäden durch Extremwetterlagen besser überstehen. Übertreffen die Schäden durch extremes Wetter bestimmte Schadensschwellen, hat das BMEL durch die Genehmigung einer Rahmenrichtlinie bei der Europäischen Kommission vorgesorgt, damit den betroffenen Betrieben rasch geholfen werden kann. Darüber hinaus ist es der Bundesregierung gelungen, die im Pariser Klimaschutzvertrag vereinbarten Ziele zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen mit Blick auf die besondere Rolle der Landwirtschaft zielgerichtet auszugestalten. Damit leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und sichern zugleich die Grundlagen unserer Ernährung.
Die Broschüre trägt den Titel „Extremwetterlagen in der Land- und Forstwirtschaft – Maßnahmen zur Prävention und Schadensregulierung“.
Forschung und Prävention
Um auf zukünftige Extremwetterlagen vorbereitet zu sein, investiert das BMEL gezielt in Forschungsprojekte. Diese Projekte untersuchen den Einfluss des Klimawandels auf die Land- und Forstwirtschaft. Das Ministerium arbeitet dabei mit nachgeordneten Einrichtungen wie dem Julius-Kühn-Institut, dem Thünen-Institut und der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft zusammen.
Bereits im Sommer 2015 wurde ein „Arbeitskreis Klima“ eingerichtet, dessen Koordinierung beim Thünen-Institut und dem Julius Kühn-Institut liegt. Eine zentrale Verbundstudie dieser und weiterer Forschungseinrichtungen ist das vom BMEL initiierte Forschungsvorhaben „Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsysteme“. Hierbei wurden regional unterschiedliche Änderungen solcher Wetterlagen in Deutschland und ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft untersucht.
