Blühende Vielfalt und internationale Gartenkunst
Die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin präsentiert sich in den Sommermonaten mit einer Fülle an Farben und Eindrücken. Die Gärten aus verschiedenen Kontinenten, der Sommerflor und die blühenden Wiesen zeigen sich in ihrer vollen Pracht. Ergänzend dazu bieten die überdachten Ausstellungen in der Blumenhalle wöchentlich wechselnde Präsentationen, die witterungsunabhängig besucht werden können.
Den Pflanzen haben die überdurchschnittlich regenreichen Frühjahrs- und Sommermonate zum Glück nicht geschadet. Wir haben den „saftigsten“ Garten Berlins. Wer in den ersten Wochen die IGA schon einmal besucht hat, wird staunen, wie stark sich die Gartenlandschaft entwickelt hat.
Aktuell blüht es auf dem gesamten Gelände. Besonders hervorzuheben sind die Internationalen Gartenkabinette mit ihren üppigen Pflanz-Bouquets im südafrikanischen Beitrag. Der australische Garten bietet samstags ab 19 Uhr brennende Feuer, während im Garten aus dem Libanon die Seerosen erwachen. Im Garten von Tom Stuart-Smith, der die Besiedlung aus der Wildnis thematisiert, lädt ein Gräser- und Staudenmeer zum Erkunden ein.
Vielfalt der Gartenlandschaften
Im traditionellen Englischen Garten mit reetgedecktem Cottage sprechen Rosen, Stauden, Küchen- und Gartenkräuter alle Sinne an. Entlang der Gartenpromenade in den „Gärten der Welt“ reihen sich Beete mit Stauden und Sommerblumen aus verschiedenen Ländern aneinander. Hier verbinden sich die Farben Brasiliens mit der Weite Arizonas oder dem mexikanischen Temperament zu einem farbenfrohen Miteinander aus Fuchsien, Tabak, Dahlien, Elefantenohr und Salbei. Landestypische Gehölze wie Palmen, Eisenbaum und Jasmin ergänzen das Bild.
Der Weg vom Aussichtsbauwerk Wolkenhain zur Seilbahn-Station erweitert das Motiv des Himmels durch silberne Wolkentexturen aus Schleierkraut, Geiskräutern und Eukalyptus. Luftige Pflanzgestalten wie Lederbalsam in Blau und Weiß sowie Spinnenblumen bilden mit den weißen Glocken von Tabak Wolkenschichten. Darunter schweben kompakte Wolken aus weißen Löwenmäulchen, Bischofskraut und weißgefleckten Wolfsmilchgewächsen. Der Wechselflor am Wegesrand entlang der von Obstbäumen bestandenen Kienbergpromenade zeigt ein harmonisches Farbzusammenspiel von Blatt und Blüte.
Der Südhang des Kienbergs beherbergt in seinen vier Steinbildern Trockenkünstler wie Schafgarben in verschiedenen Farben, Lupinen, Sandnelken, Meerkohl, Leinkraut, Federgräser oder Bergminze. Dieser Bereich dient auch als Rückzugsort für wärmeliebende Salamander und Lurche. In den wöchentlich wechselnden Blumenhallenschauen inszenieren Gärtner wetterunabhängig Stauden, Beet- und Balkonpflanzen, blühende Gehölze und Sträucher, exotische Grünpflanzen, Bonsai und Schnittblumen.
Die aktuelle Ausstellung „Funkeln in Fuchsia“ präsentiert bis zum 6. August hunderte von Fuchsien, darunter auch über 60 Jahre alte Schaupflanzen und einen Fuchsienbogen. Gestaltungstipps für den eigenen Garten oder Balkon erhalten Besucher im i-Punkt GRÜN in der Seilbahn-Station „Gärten der Welt“, wo regelmäßig Workshops und Vorträge mit Garten- und Floristikexperten stattfinden.
Ausblick auf den Spätsommer
Im Spätsommer feiert der Rosengarten die zweite Hoch-Zeit der Rose. Der Dahliengarten entzündet vom Hochsommer bis zum ersten Frost ein Feuerwerk der Farben mit einer breiten Sorten-, Formen- und Farbenvielfalt. Der Spätsommer und Herbst eignen sich zudem für einen Besuch des Märkischen Gartens mit seinem lilafarbenen Heidekraut. Die Früchte der Obstbäume an der Kienbergpromenade versprechen Aromen alter Sorten.
Auf dem Weltacker, im IGA-Campus und im Waldgarten wird dann gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, Ackerpaten und Gästen geerntet. Die IGA Berlin 2017 bietet bis zum 15. Oktober eine Vielfalt internationaler Gartenkunst, ergänzt durch begrünte Architekturen, wechselnde Blumenschauen, Kunst und internationale Kulturveranstaltungen.
Die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 ist vom 13. April bis 15. Oktober 2017 täglich ab 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.


