Anbau und Herkunft der Kiwibeere
Obwohl Kiwibeeren ursprünglich aus Südostasien stammen, gedeihen sie gut im hiesigen Klima. Sie gelten als pflegeleicht und frostresistent, was sie für den Anbau in Deutschland geeignet macht. Diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht es deutschen Erzeugern, neben traditionellen Obstsorten auch neue und exotische Arten anzubauen. Dies trägt nicht nur zur Vielfalt der Esskultur bei, sondern verbessert durch kurze Transportwege auch die Ökobilanz.
Merkmale und Saison
Die Kiwibeere ist eine kleine Frucht, die in der Regel zwei bis drei Zentimeter lang ist. Sie ist größer als eine Stachelbeere, aber kleiner als eine kleine Pflaume. Ihre Schale ist weich und essbar, meist kräftig grün, kann aber je nach Sorte auch gelbgrün, hell- oder dunkelrot gefärbt sein. Dies macht sie zu einer geeigneten Frucht für den direkten Verzehr, da Schälen oder Schneiden entfällt. Die Saison für diese Strauchbeeren (Actinidia arguta) in Deutschland reicht von August bis November.
Nährwert und Lagerung
Kiwibeeren werden aufgrund ihres Nährstoffgehalts oft als Superfood bezeichnet. Sie enthalten Vitamin C und E sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Der hohe Ballaststoffanteil trägt zur Sättigung bei. Reife Mini-Kiwis können im Kühlschrank ein bis zwei Wochen gelagert werden. Für eine längere Haltbarkeit lassen sie sich einfrieren oder zu Konfitüre, Kompott und Fruchtaufstrich verarbeiten. Ihr volles Aroma entwickeln Kiwibeeren, wenn sie vor dem Verzehr ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen können.
Zubereitung und Verwendung
Die Zubereitung von Kiwibeeren ist unkompliziert; sie müssen lediglich vor dem Verzehr gewaschen werden. Beim Durchschneiden offenbart sich die charakteristische innere Struktur, die der großen Kiwi ähnelt. Ihre Farbe und das Muster eignen sich gut für Obstsalate, Joghurts, Müslis oder als Dekoration. Auch in Kombination mit Fleischgerichten kann die süßliche Frucht verwendet werden.

