Steueränderung treibt Kosten für Baumschulprodukte in die Höhe
Der Deutsche Bundestag hat in der vorherigen Legislaturperiode den weitgehenden Wegfall des pauschalen Mehrwertsteuersatzes beschlossen. Dies führt dazu, dass Bäume, Sträucher, Rosen und andere Baumschulgehölze im neuen Jahr um bis zu acht Prozent teurer werden könnten.
„Wir haben uns politisch dagegen gewehrt, aber europolitische Erwägungen der Politik haben zu der Abschaffung der Steuervergünstigung geführt. Das schlägt sich eins zu eins bei den Preisen nieder und betrifft öffentliche Pflanzenverwender genauso wie private Pflanzenkunden.“
Diese Preissteigerung fällt in eine Zeit, in der bereits andere Kosten stark ansteigen. Produktionsmittel wie Dünger, Kraftstoffe, Pflanzstäbe und Umverpackungen sowie die Logistik verzeichnen teils erhebliche Preissteigerungen. Baumschulen sehen sich gezwungen, diese erhöhten Kosten weiterzugeben.
Marktentwicklung und weitere Preisprognosen
Zusätzlich zur Steueränderung führt eine steigende Nachfrage nach Gehölzen bei gleichbleibender Produktion zu einer Verknappung der Baumschulware auf dem Markt. Dies beeinflusst ebenfalls das Preisniveau. Die Preise für Jungpflanzen, die von weiterverarbeitenden Baumschulen bezogen werden, haben sich bereits deutlich erhöht.
Dieses Phänomen ist nicht nur in Deutschland, sondern europaweit zu beobachten, da deutsche Baumschulen einen Großteil des europäischen Marktes beliefern. Der Bund deutscher Baumschulen erwartet daher eine weitere Preisspirale in den kommenden Monaten.
