Grünanteil.net: Eine Plattform für bürgerschaftliches Engagement
Grünflächen in urbanen Gebieten dienen nicht nur der Erholung und Lebensqualität, sondern bieten auch Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Angesichts begrenzter kommunaler Ressourcen ist die Pflege und Entwicklung dieser Flächen zunehmend auf das Engagement der Bürger angewiesen. Ein neues Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt zielt darauf ab, diese vielfältigen privaten Initiativen zu vernetzen. Eine neue Plattform geht zunächst in Hamburg online, ist jedoch für eine Übertragung auf andere Städte konzipiert.
Mit Grünanteil.net steht erstmals eine interaktive Stadtkarte mit Veranstaltungskalender und Austauschmöglichkeiten für alle zur Verfügung, die sich in der Stadtnatur engagieren oder aktiv werden möchten. Hier können interessierte Bürger, Naturschützer, urbane Gärtner, die Stadtverwaltung und grüne Initiativen Informationen austauschen, sich gegenseitig beraten und unterstützen.
Förderung der biologischen Vielfalt
Ein zentrales Ziel der Vernetzung ist die Gestaltung der Stadt im Sinne der biologischen Vielfalt.
Mehr Grün in der Stadt ist eine Chance für die Stadtbewohner, die Erholung vom Alltag suchen. Aber es ist auch eine Chance für die Natur: Städte bieten große Potenziale für biologische Vielfalt: Dazu zählen nicht nur öffentliche Grünflächen, sondern auch die zahlreichen Gärten, Baumscheiben und Brachflächen, die von Vereinen, Initiativen oder anderen Engagierten gepflegt werden. Sie alle können den urbanen Lebensraum im Sinne der biologischen Vielfalt prägen.
Die Plattform Grünanteil.net soll das Bewusstsein für die lokale biologische Vielfalt sowie die Wertschätzung und Verantwortung für das eigene Umfeld steigern. Zudem sollen Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt durch aktives Erleben und Mitgestalten umgesetzt werden.
Das Projekt wird über einen Zeitraum von zwei Jahren mit rund 185.000 Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich begleitet. Projektträger ist der Verein Motte. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Stiftungsgemeinschaft Anstiftung&Ertomis und die Stiftung EuroNatur.
