Beetpflanzen und Gehölze

Pellens investiert in Kühlhaus und Arbeitsgewächshaus zur Qualitäts- und Prozessoptimierung

Der Hortensien-Spezialbetrieb Pellens hat am Standort Geldern ein 1.100 Quadratmeter großes Kühlhaus sowie ein angrenzendes Arbeitsgewächshaus errichtet. Die Investitionssumme beläuft sich auf knapp 1 Million Euro und soll die Pflanzenqualität sowie betriebliche Abläufe optimieren.

Erweiterung der Infrastruktur für verbesserte Abläufe

Der Hortensien-Spezialbetrieb Pellens hat am Standort Geldern ein 1.100 Quadratmeter großes Kühlhaus sowie ein angrenzendes Arbeitsgewächshaus gleicher Größe errichtet und in Betrieb genommen. Die Investitionssumme beläuft sich auf knapp 1 Million Euro.

Wir investieren damit in die Verbesserung der Pflanzenqualität ebenso wie in die Optimierung der betrieblichen Abläufe.

Im neuen Kühlhaus können bis zu 2.000 gestapelte CC-Karren untergebracht werden.

Optimierung der Infrastruktur

Die bisherige bauliche Situation des Betriebs war den gestiegenen Mengen nicht mehr angemessen. Zwei der drei vorhandenen Kühlhäuser waren logistisch ungünstig im ehemaligen Hofgebäude platziert und entsprachen weder in Größe noch in Kühltechnik dem aktuellen Standard. Ein Großteil der Kühlware musste daher extern in Mietskühlhäusern gelagert werden.

Zudem erwies sich die bestehende Packhalle mit rund 600 Quadratmetern als zu klein, insbesondere wenn im Frühjahr die Kommissionierung von Rohware und Blühware zeitgleich erfolgte. Die Entscheidung für den Neubau eines großen Kühlhauses und eines weiteren Arbeitsgewächshauses fiel im vergangenen Jahr. Die Bauzeit betrug vier Monate. Der neue Betriebsteil befindet sich am Westende des Gelderner Standorts, direkt neben einer bereits bestehenden zweiten Laderampe.

Die gesamte Rohwareverarbeitung wurde in diesen neuen Bereich verlagert und zentralisiert. Zwei der älteren, unrentablen Kühlhäuser werden zukünftig nicht mehr genutzt. Auch entfallen Transportfahrten zu und von externen Kühlhäusern. Die Überwachung der Pflanzen während der Kühlung wird durch die kurzen Wege vereinfacht. Die moderne Kühltechnik soll die Qualitätssteuerung in der Kühlphase verbessern und Energie einsparen.

Energieeffizienz und moderne Technik

Das neue Kühlhaus ist auf Energieeffizienz ausgelegt und spart im Vergleich zu einem Standard-Kühlhaus rund 60 Prozent Energie ein. Dies wird durch eine dickere Wand- und Dachisolierung sowie eine vollständige Wärmerückgewinnung erreicht. Die zurückgewonnene Wärme dient dem Abtauen der Verdampfer und der Entfeuchtung des Kühlraumes.

Die Verbundanlage verfügt über einen klassischen Kompressor mit Drei-Stufen-Motor sowie einen energiesparenden frequenzgeregelten Kompressor. Eine Freiluftkühlung ermöglicht es, bei passenden Außentemperaturen über Lüfter mit Außenluft zu kühlen, was den Energieverbrauch weiter senkt. Eine Schleuse zwischen Gewächs- und Kühlhaus reduziert den Warmlufteintrag und minimiert Energieverluste. Dies trägt zu einer geringeren Feuchtigkeit und einer gleichmäßigeren Lagertemperatur bei, was der Pflanzenqualität zugutekommt. Nach einigen Betriebsmonaten ist die Installation von Solarzellen geplant, sobald der genaue Energiebedarf ermittelt wurde.

Kühlhalle und Arbeitsgewächshaus sind nach vier Monaten Bauzeit voll in Betrieb und wurden pünktlich vor dem erhöhten Platzbedarf für das Topfen im Mai fertiggestellt. Geschäftsführer Andreas Pellens bedankt sich bei den beteiligten Firmen Mefus & Frisch Kältetechnik, Schwefers & Raab Kühlhausbau sowie Olsthoorn Gewächshausbau.

05.05.2017

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