Auswirkungen eines No-Deal-Brexit auf den Pflanzenexport
Ein möglicher No-Deal-Brexit stellt die europäische Wirtschaft vor erhebliche Herausforderungen, von denen auch die Baumschulwirtschaft betroffen ist. Obwohl Zusicherungen bestehen, dass der Export deutscher Pflanzen nach Großbritannien weiterhin möglich sein wird, müssen sich die Betriebe auf zusätzliche Anforderungen bei Pflanzenschutzkontrollen und Zollformalitäten einstellen.
Deutsche Baumschulen produzieren Qualitätsprodukte, die international, insbesondere auch in Großbritannien, Anerkennung finden. Beispiele hierfür sind die Bäume am Wembley-Stadion und Gehölze für die Chelsea Flower Show, die aus Deutschland importiert wurden.
Die in Deutschland geltenden und eingehaltenen hohen Pflanzenschutzverordnungen ermöglichen es den deutschen Baumschulen, die potenziellen neuen Anforderungen eines No-Deal-Brexits zu erfüllen. Dennoch bereiten andere Aspekte Sorgen.
Besonders problematisch sind mögliche Verzögerungen beim Transport. Lange Wartezeiten vor dem Zoll könnten zum Verderben der Ware führen. Hinzu kommen höhere Handelskosten sowie eine eingeschränkte Flexibilität durch neue Inspektionen und Formalitäten, was die Baumschulwirtschaft zusätzlich belastet.
Die Auswirkungen eines No-Deal-Brexit sind für die Baumschulwirtschaft nicht abzusehen. Auch wenn weiterhin unsere Qualitätsbäume nach Großbritannien exportiert werden können, ist das entstehende Chaos und die Unplanbarkeit des Transports ein Thema, das uns große Bauchschmerzen bereitet. Wir hoffen auf eine gute europäische Lösung.
