Gartenbauverbände im Dialog mit der Landespolitik
Die baden-württembergischen Gartenbauverbände luden am 17. Juni 2015 zu einem Parlamentarischen Abend bei der Häussermann Stauden und Gehölze GmbH in Möglingen ein. Dieser Veranstaltung folgten zahlreiche Abgeordnete des baden-württembergischen Landtages, darunter Landtagspräsident Wilfried Klenk (CDU) und der Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel (SPD). Insgesamt nahmen 32 Parlamentarier an dem Abend teil, der dem Austausch zwischen Politik und gärtnerischem Berufsstand diente.
Gastgeber des Abends waren der Verband für den Garten- und Landschaftsbau Baden-Württemberg e. V., der Verband Badischer Gartenbaubetriebe e. V. und der Württembergische Gärtnereiverband e. V. Ziel war es, die Anliegen des Berufsstandes direkt an die politischen Entscheidungsträger heranzutragen.
„Ein solcher Abend ist immer eine tolle Gelegenheit, um den Entscheidungsträgern in der Politik unsere Anliegen vorzutragen", so Thomas Heumann, Vorstandsvorsitzender des Verbandes für den Garten- und Landschaftsbau Baden-Württemberg e. V.
Die Landschaftsgärtner thematisierten an diesem Abend mehrere zentrale Punkte, die für ihren Berufsstand von Bedeutung sind:
- Die Wichtigkeit von Landesgartenschauen und Bundesgartenschauen für die Branche und die öffentliche Wahrnehmung.
- Die Initiative „Charta Zukunft Stadt und Grün", die sich für eine Stärkung des urbanen Grüns einsetzt.
- Der Erhalt der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim als wichtige Ausbildungsstätte.
- Die geplante Umsatzsteuerprivilegierung für kommunale Betriebe, die als marktverzerrend kritisiert wird.
- Die Notwendigkeit von Rußpartikelfiltern für Baumaschinen im Hinblick auf Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Die Vertreter des gärtnerischen Berufsstandes berichteten von einem offenen Ohr und Verständnis seitens der Politik. Es bleibt abzuwarten, welche dieser Themen im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen von den Parteien aufgegriffen und in ihre Programme integriert werden.