Branchenverbände

Parlamentarischer Abend der Gartenbauverbände in Leonberg

Die Gartenbauverbände Baden-Württembergs veranstalteten ihren Parlamentarischen Abend in Leonberg. Zahlreiche Landtagsabgeordnete nahmen teil, um sich über aktuelle Anliegen der Branche auszutauschen. Themen waren unter anderem das öffentliche Grün und die Landesgartenschauen.

Austausch zwischen Politik und Gartenbaubranche

Am 21. Juni 2017 fand in Leonberg der Parlamentarische Abend der Gartenbauverbände Baden-Württembergs statt. Die Veranstaltung, ausgerichtet im Gartencenter der Firma Kriesten-Garten, bot eine Plattform für den Austausch zwischen Politik und Gartenbaubranche.

Zahlreiche Landtagsabgeordnete, darunter Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und leitende Mitarbeiter des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, folgten der Einladung des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen e.V. sowie des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. Gerhard Hugenschmidt, Präsident des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen e.V., und Thomas Heumann, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V., begrüßten über 25 Abgeordnete.

Der Parlamentarische Abend dient jährlich dazu, aktuelle Anliegen des Berufsstandes direkt an die Landtagsabgeordneten heranzutragen. Aus den Gesprächen ergeben sich oft Besuchstermine in Gartenbauunternehmen, bei denen wichtige Themen vor Ort vertieft werden können. Einleitend stimmte ein Fachgespräch der Vorstände mit Volker Kugel, Direktor im Blühenden Barock, die Abgeordneten auf die Branchenthemen ein.

Wir nutzen die Gelegenheit gerne, um den Politikern unsere landespolitischen Themen vorzustellen.

So Thomas Heumann. Ein zentrales Thema war das öffentliche Grün. Heumann verwies auf die "Charta Zukunft Stadt und Grün", die die Notwendigkeit lebenswerter grüner Städte betont. Er hob hervor, dass das kürzlich veröffentlichte Weißbuch Stadtgrün der Bundesregierung die Bedeutung grüner Freiräume und Bäume für gute Luft, Hitzeminderung, Feinstaubreduktion und Regenwasserrückhaltung unterstreicht. Angesichts zunehmender Unwetter und der Feinstaubproblematik in Baden-Württemberg sei hier Handlungsbedarf gegeben. Experten des Garten- und Landschaftsbaus könnten hier vielfältige Dienstleistungen anbieten.

Gerhard Hugenschmidt bezeichnete die Landesgartenschauen in Baden-Württemberg als Erfolgsmodell. Nach den gut besuchten Gartenschauen in Schwäbisch Gmünd, Mühlacker und Öhringen zeichne sich auch für Bad Herrenalb ein Erfolg ab. Bad Herrenalb, mit nur 7.500 Einwohnern, zeige, dass auch kleinere Kommunen erfolgreich eine Gartenschau ausrichten können. Als Vorsitzender der Fördergesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen möchte Hugenschmidt die positiven Impulse der Landesgartenschauen in die neue Ausschreibung für Projekte nach dem Jahr 2025 einbringen.

Der gärtnerische Berufsstand dankte der Landesregierung für ihr Bekenntnis zu diesem Programm. Hugenschmidt betonte:

Für unseren Berufsstand gibt es keine bessere Plattform als eine Gartenschau. Wir können unsere Leistungsfähigkeit, aber auch die Vielfalt des Gärtnerberufs darstellen. Erfreulich aus meiner Sicht ist, dass immer mehr jüngere Familien zu den Dauerbesuchern auf den Gartenschauen zählen.

Thomas Heumann und Gerhard Hugenschmidt appellierten gemeinsam an die Landespolitik, die berufliche Ausbildung zu unterstützen. Sie forderten dringenden Handlungsbedarf bei Sachmitteln und Personal für Berufsschulen, die Meisterschulen in Heidelberg und Stuttgart-Hohenheim sowie die DEULA in Kirchheim/Teck, um zukunftsfähige Bildungseinrichtungen für den Nachwuchs zu gewährleisten.

Wilfried Klenk, Vizepräsident des Landtags, bedankte sich in seinem Grußwort für die Leistungen des Berufsstands und hob die Bedeutung der grünen Branche hervor. Die Gespräche dauerten bis in die späten Abendstunden und trugen dazu bei, die Themen des Gartenbaus in Baden-Württemberg in der Politik zu platzieren.

22.06.2017

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