FGL-Mitgliederversammlung in Fulda: Aktuelle Themen und Ehrungen
Die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. (FGL) fand am 04. und 05. Juli in Fulda statt. Rund 140 Mitglieder und Gäste nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil, die sich mit aktuellen Themen wie Fachkräftemangel, Materialpreisen und dem Klimawandel befasste.
Grußworte und Impulsvorträge hielten Uwe Becker, Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Ulrich Schmitt, Geschäftsführer der Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH, und Pia Präger, BGL-Vizepräsidentin.
Staatssekretär Becker würdigte in seiner Ansprache die Arbeit des Verbandes und seiner Mitgliedsbetriebe. Er hob hervor, dass die Betriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus bereits Partner und Ermöglicher eines nachhaltigen Umgangs mit Frei-, Freizeit-, Sport- und Erholungsflächen seien. Sie trügen dazu bei, Städte klimafit zu machen und sorgten für die fachkundige Kultivierung von Kulturräumen.
Ohne die Arbeit des Verbandes und das Wirken seiner Mitgliedsbetriebe würden unsere Städte, Kreise und Gemeinden in Hessen ärmer und vor allem grauer aussehen. Um dies auch für die Zukunft zu sichern, braucht es mehr Investitionen der öffentlichen Hand in klimagerechte grüne und blaue Infrastruktur, gerade in den Städten, faire Rahmenbedingungen und den Fortbestand von Landes- und Bundesgartenschauen als Impulsgeber gerade auch für die klimagerechte Fortentwicklung der Kommunen in unserem Land.
Ein weiterer Fokus lag auf der Ehrung der besten Auszubildenden des Jahres 2022 im Garten- und Landschaftsbau aus Hessen und Thüringen. Staatssekretär Becker und FGL-Präsident Hain zeichneten Lukas Leithäuser (Nordhessen), Jan Getschmann (Thüringen) und Melissa Nell (Südhessen) für ihre Leistungen aus.
FGL-Präsident Hain betonte, dass diese Nachwuchskräfte mit ihrer Leidenschaft, ihrem Fachwissen und ihrem Einsatz hervorragende Botschafter für die gesamte Branche seien.
Pia Präger, Vizepräsidentin des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V., informierte über bundespolitische Themen sowie die Chancen und Herausforderungen der Branche.
Wir Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner sind systemrelevant für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels – und auch für den Schutz der Artenvielfalt, unser aller Lebensgrundlage. Denn in Zeiten riesigen Artensterbens habe wir als „grüner“ Berufsstand nicht nur die Chance, sondern auch die Pflicht, uns gerade beim Thema Artenvielfalt in den Städten mit lauter Stimme einzubringen und mitzugestalten – für lebenswerte Städte von morgen!
Die wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen künftigen Herausforderungen für die Unternehmen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau waren ebenfalls zentrale Themen. Insbesondere die hohen Materialpreise und der akute Fachkräftemangel beschäftigen die Branche.
FGL-Präsident Karsten Hain hob in seiner Grundsatzrede hervor, dass der Fachkräftemangel nicht nur die Unternehmen der Branche, sondern auch die Schulen in Hessen, Thüringen und anderen Regionen vor erhebliche Herausforderungen stelle. Der Mangel an qualifizierten Lehrkräften wirke sich negativ auf die Bildungslandschaft aus. Hain ergänzte, dass es in den Garten- und Landschaftsbauunternehmen mehr offene Stellen als qualifizierte Auszubildende gebe, was zu einer angespannten Situation führe.
Im Rahmen der Versammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Das Unternehmen Niklas Sobotta Gärten, Landschaften, Schwimmteiche GmbH aus Niedenstein erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre Mitgliedschaft. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden Individuelle Gartengestaltung Andreas Ohlde aus Hünfelden und Garten- und Landschaftsbau Lutz Meseck aus Gera geehrt.