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Pflanze des Monats: Echtes Labkraut – Galium verum

Das Echte Labkraut (Galium verum) verzaubert mit seinem honigartigen Duft und gelben Blütenwolken. Es ist eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten und Schmetterlingsraupen. Entdecken Sie die Besonderheiten dieser faszinierenden Pflanze.

Merkmale und Wuchs des Echten Labkrauts

Das Echte Labkraut (Galium verum) zeichnet sich durch einen süßen, an Honig erinnernden Duft aus, der von seinen zahlreichen kleinen Blüten ausgeht. Diese Blüten bilden in ihrer Gesamtheit gelbe Wolken auf Wiesen und an Wegrändern. Im Vergleich zu anderen Labkrautarten wie dem Wiesen-Labkraut, Kletten-Labkraut oder Waldmeister besitzt das Echte Labkraut dünnere, leicht blaustichige Blätter, die an Nadeln erinnern.

Die Blätter des Echten Labkrauts stehen, typisch für Labkräuter, in Quirlen um den Stängel. Die Pflanze vermehrt sich über kurze Ausläufer und Samen. Als sogenannter „Spreizklimmer“ integriert sie sich in andere Pflanzen, um in die Höhe zu wachsen, da ihre weichen Stängel natürliche Kletterhilfen benötigen, um sich dem Licht entgegenzustrecken. Das Echte Labkraut ist sowohl im Garten als auch auf dem Balkon attraktiv. Es gedeiht bevorzugt an sonnigen, eher mageren und trockenen Standorten, wächst aber auch unter licht halbschattigen und feuchteren Bedingungen. Es kann Hybride mit dem Weißen Labkraut bilden, die als „Weißgelbes Labkraut“ bezeichnet werden.

Bedeutung für die Insektenwelt

Labkräuter sind für viele Schmetterlingsarten von großer Bedeutung. Die Raupen von fast 80 Arten nutzen sie als Nahrungspflanzen. Dazu gehören das Taubenschwänzchen, dessen Raupen auf diese Gattung angewiesen sind, sowie der Kleine Weinschwärmer und verschiedene Labkraut-Blattspanner, die ihre Eier auf Labkräutern ablegen. Auch andere Insekten, wie die Tatzenkäfer, sind auf Labkräuter angewiesen. Am Echten Labkraut sammeln einige Wildbienenarten, darunter die Gewöhnliche Keulhornbiene, Pollen für ihren Nachwuchs.

Namensherkunft und traditionelle Nutzung

Der Name „Labkraut“ leitet sich von seiner historischen Verwendung zur Gerinnung von Milch bei der Käseherstellung ab. Auch der wissenschaftliche Name Galium hat seinen Ursprung im Wort für „Milch“. Aufgrund seines angenehmen Duftes wurde das Echte Labkraut traditionell in Kräuterkissen gefüllt, worauf der englische Name „bedstraw“ hinweist.

07.07.2025

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