Allgemeines, Unkrautbekämpfung

Pflanzengeschenke mit Bedacht wählen: Wuchernde Arten im Garten- und Landschaftsbau

Pflanzengeschenke können den Garten bereichern, doch Vorsicht ist geboten. Einige Arten breiten sich unkontrolliert aus und verdrängen andere Pflanzen. Die Bayerische Gartenakademie warnt vor wuchernden Gewächsen, die mit Bedacht eingesetzt werden sollten.

Wuchernde Pflanzen im Garten: Eine Herausforderung für die Gestaltung

Pflanzengeschenke von Verwandten, Freunden oder Nachbarn können eine Bereicherung für den Garten sein. Es ist jedoch wichtig, die Eigenschaften der Pflanzen zu kennen, um unkontrolliertes Wachstum zu vermeiden. Einige Arten, die oft als Ableger weitergegeben werden, entwickeln sich im neuen Umfeld zu dominanten Gewächsen, die andere Pflanzen verdrängen können.

Die Bayerische Gartenakademie weist darauf hin, dass insbesondere wuchernde Pflanzen, die sich im Ursprungsgarten stark ausbreiten, auch in der neuen Umgebung zu Problemen führen können. Die folgenden Pflanzen sollten daher mit Bedacht eingesetzt oder verschenkt werden.

Ranunkelstrauch (Kerria japonica)

Der Ranunkelstrauch, auch Kerrie genannt, ist ein sommergrüner Strauch mit gelben Blüten, die vom Frühjahr bis in den Sommer erscheinen. Er neigt jedoch dazu, sich durch Ausläufer stark auszubreiten und kann dann unordentlich wirken. Besonders auf schweren Böden ist das Entfernen der bewurzelten Ruten aufwendig. Ein bloßes Einkürzen der Triebe oder ein Formschnitt führt oft zu unregelmäßigem Austrieb und verstärkt das unordentliche Erscheinungsbild.

Es empfiehlt sich, dem Ranunkelstrauch einen weniger prominenten Platz im Garten zuzuweisen. Nach der Blüte sollten alte, eingetrocknete Triebe entfernt werden, um die Ausbreitung zu kontrollieren.

Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Die Berg-Flockenblume ähnelt großen Kornblumen und ist optisch ansprechend. Nach der Blüte bildet sie jedoch eine große Menge an flugfähigen Samen. Diese Samen können sich schnell im gesamten Garten verbreiten und sogar in Pflasterritzen keimen. Die Berg-Flockenblume kann sich dadurch ähnlich wie Samenunkräuter zu einer lästigen Pflanze entwickeln.

Goldfelberich (Lysimachia punctata, L. ciliata ´Firecracker´)

Der Goldfelberich ist während seiner Blütezeit im Juni attraktiv und wird von Bienen besucht. Allerdings ist er sehr konkurrenzstark und überwuchert nicht nur Unkräuter, sondern auch benachbarte Stauden. Ein vollständiges Eindämmen durch Ausgraben ist schwierig, da selbst kleine Wurzelstücke wieder austreiben. Der Goldfelberich kann sich daher als hartnäckiger Begleiter im Garten erweisen.

Filziges Hornkraut (Cerastium tomentosum)

Das filzige Hornkraut ist eine weißblühende Steingartenpflanze mit silbrigem Laub. Es kann als Bodendecker Unkraut unterdrücken und benötigt wenig Wasser. Allerdings besitzt es ein feines, aber kräftiges Wurzelwerk, das anderen Steingartenpflanzen den Lebensraum entziehen kann. In Steingärten, die eine vielfältige Bepflanzung aufweisen sollen, ist das Hornkraut daher nicht immer die beste Wahl.

Die Bayerische Gartenakademie schlägt vor, das filzige Hornkraut in vernachlässigten Gartenecken einzusetzen, wo es als Alternative zu Wildkrautwuchs dienen kann.

01.05.2014

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