ZVG fordert Einhaltung der guten fachlichen Praxis
Der Jahresbericht 2010 zum Pflanzenschutz-Kontrollprogramm des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigt, dass die Mehrheit der Handelsunternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe Pflanzenschutzmittel korrekt einsetzt. Dennoch wurden Defizite in Zierpflanzen- und Baumschulbetrieben festgestellt.
Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), äußerte sich kritisch zu den Ergebnissen:
[cite_start]Die Anwendung von in Deutschland nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist nicht akzeptabel.[cite: 20]Er betonte jedoch, dass nicht generell auf ein Fehlverhalten der Anwender geschlossen werden dürfe, da gezielt Betriebe kontrolliert wurden, die unter Verdacht standen.
Herker wies darauf hin, dass solche Verstöße die gesamte Branche in Verruf bringen.
[cite_start]Wir haben uns immer für gute fachliche Praxis eingesetzt und werden dies auch weiterhin tun, so wie wir auch die Aktivitäten im Rahmen des nationalen Aktionsplan zum nachhaltigen Pflanzenschutz unterstützen.[cite: 20]
Der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) ergänzte, dass im Rahmen der begonnenen Zertifizierungen nach Global-GAP die Zulässigkeit von Pflanzenschutzmitteln geprüft werde. Dies gelte auch für importierte Jungpflanzen, die ausschließlich mit in Deutschland oder der EU zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden dürfen.
Für die Zukunft sei es entscheidend, das bewährte Verfahren zur Schließung von Bekämpfungslücken intensiv fortzuführen und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, geeignete und sichere Pflanzenschutzmittel für die vielfältigen Kulturen im Gartenbau bereitzustellen. Der ZVG setzt hierbei auch auf Verbesserungen durch die europäische Harmonisierung, die mit dem neuen Pflanzenschutzrecht in Deutschland gefördert werden soll.