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Politik trifft Garten- und Landschaftsbau: Austausch zu Klimaanpassung, Fachkräftesicherung und grüner Infrastruktur

04.02.2026

Beim Fachgespräch des FGL Hessen-Thüringen bei der August Fichter GmbH diskutierten Landespolitik und GaLaBau-Branche über Klimaanpassung, Stadtgrün, Fachkräfte und verlässliche Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Kommunen.

GaLaBau im Dialog zu Klimaanpassung und Stadtgrün

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Garten- und Landschaftsbau trafen sich am Freitag, den 30. Januar 2026, zu einem Fachgespräch bei der August Fichter GmbH & Co. KG in Raunheim bei Frankfurt am Main. Eingeladen hatte der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL), um zentrale Themen der Branche im direkten Austausch mit der Landespolitik zu erörtern. Die August Fichter GmbH & Co. KG ist Gründungsmitglied des Verbandes und seit Jahrzehnten eng mit dem Garten- und Landschaftsbau verbunden. Das Unternehmen gilt als leistungsstarker und innovativer Betrieb und ist in der Branche führend aufgestellt.

Hochrangige politische und verbandliche Beteiligung

An dem Austausch nahmen Staatssekretär Daniel Köfer vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat sowie Margit Fischer teil. Aus dem Hessischen Landtag waren Sabine Bächle-Scholz, MdL (CDU), und Kerstin Geis, MdL (SPD), vertreten. Seitens des FGL Hessen-Thüringen nahmen Präsident Karsten Hain, Inhaber der Garten- und Landschaftsgestaltung Hain GmbH in Gedern, sowie Silvio Michael, Geschäftsführer der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH, teil. Gastgeber waren Fredrik Wohlfeil, Geschäftsführer der August Fichter GmbH & Co. KG, und Christian Wübbenhorst, Geschäftsführer der AUGUST FICHTER GmbH GaLaBau | Straßenbau | Sportstättenbau.

Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Branche

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Rahmenbedingungen für den Garten- und Landschaftsbau in Hessen. Diskutiert wurden insbesondere die Auswirkungen von Klimawandel, zunehmender Urbanisierung und steigenden Anforderungen an die grüne Infrastruktur. Die Gesprächspartner betonten die strategische Bedeutung der Branche für die Klimaanpassung in Städten und Gemeinden. Stadtgrün leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas, zur Entsiegelung von Flächen sowie zum Regenwassermanagement und zur Schaffung hitzereduzierender Freiräume. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der qualitätsvollen Freiraum- und Sportplatzgestaltung. Funktionsfähige Grün- und Sportanlagen wurden als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge hervorgehoben. Nachhaltige Bauweisen, durchdachte Pflegekonzepte und langlebige Anlagenstrukturen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Fachkräftesicherung und Ausbildung im Fokus

Auch der zunehmende Fachkräftebedarf wurde thematisiert. Die Gewinnung und Qualifizierung von Nachwuchskräften sowie die Attraktivität des Berufsbildes im Garten- und Landschaftsbau wurden als zentrale Zukunftsaufgaben benannt. Dabei wurde die Bedeutung einer praxisnahen und dualen Ausbildung in den Betrieben unterstrichen. Der FGL machte deutlich, dass die Unternehmen der Branche bereit sind, Verantwortung für eine klimaangepasste und lebenswerte Gestaltung von Städten und Gemeinden zu übernehmen. Voraussetzung seien jedoch verlässliche politische und administrative Rahmenbedingungen, die Planungssicherheit und Investitionen in Grün- und Freianlagen ermöglichen.

Betriebsbesuch als Grundlage für politischen Dialog

Im Rahmen des Termins erhielten die politischen Gäste Einblicke in die Arbeitsweise und Leistungsbreite der August Fichter GmbH & Co. KG. Anhand konkreter Projekte wurden Herausforderungen und Chancen bei Planung, Ausschreibung, Ausführung und Unterhaltung von Grünanlagen aufgezeigt.

„Solche Betriebsbesuche sind für uns als Verband von großer Bedeutung, weil sie die Praxis sichtbar machen und einen direkten Dialog auf Augenhöhe ermöglichen“, betonte Karsten Hain, Präsident des FGL Hessen-Thüringen. „Unsere Betriebe leisten einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz, Lebensqualität und Biodiversität – das muss sich auch in den politischen Entscheidungen widerspiegeln.“

Staatssekretär Daniel Köfer unterstrich die Rolle des Garten- und Landschaftsbaus als wichtigen Partner der öffentlichen Hand bei der Umsetzung von Umwelt- und Klimazielen.

„Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ist ein wichtiger Partner für nachhaltiges Bauen und Planen in Hessen. Er verbindet Lebensqualität, Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke“, erklärte Köfer.

Die anwesenden Landesabgeordneten betonten abschließend, dass sie die Impulse aus der Praxis in ihre parlamentarische Arbeit einfließen lassen wollen.

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