Dessau-Roßlau plant nachhaltige Stadtentwicklung durch BUGA 2035
Die Bundesgartenschau 2035 soll in Dessau-Roßlau zur Umgestaltung der Stadt beitragen. Geplant sind die Sanierung von Parks, die Schaffung von Grünzügen und die Begrünung von Straßen. Die Stadt sieht in der BUGA 2035 eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung und Zukunftsgestaltung.
Aktuell stehen die Information der Bürger und die Beantwortung von Fragen zum BUGA-Konzept im Vordergrund. Trotz kritischer Stimmen, die sich in einer Bürgerinitiative mit rund 3.700 gesammelten Unterschriften äußerten, überwogen bei einem Bürgerforum in der Dessauer Marienkirche positive Rückmeldungen.
An der Podiumsdiskussion nahmen Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, Oberbürgermeister Dr. Robert Reck, Bürgermeisterin Jacqueline Lohde, Alexander Hilge, ehemaliger Baubeigeordneter und BUGA-Beauftragter der Stadt Erfurt, sowie Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, teil. Das Land Sachsen-Anhalt signalisierte dabei seine Unterstützung für die BUGA 2035.
Die BUGA bietet eine wunderbare Gelegenheit, Dessau nachhaltig zu bereichern. Mir ist wichtig, dass die Menschen in der Region auch langfristig von den Investitionen profitieren – damit nicht nur Touristen, sondern vor allem die Einheimischen einen echten Mehrwert erleben.
Dies äußerte Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt. Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, ergänzte:
Wir sehen die Bundesgartenschau in Dessau-Roßlau als Chance für die Stadt an, sich nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen und den Prozess einer integrierten Stadt- und Regionalentwicklung voranzutreiben. Die Machbarkeitsstudie sieht spannende Potenzialflächen vor, die jetzt zu einem optimierten Gesamtkonzept verbunden werden müssen.
Oberbürgermeister Dr. Robert Reck zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung am Bürgerforum:
Ich war sehr angetan von der Menge der interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich zum Forum in der Dessauer Marienkirche einfanden. Eine gute Mischung von Befürwortern, Kritikern und Unentschlossenen. Da war es auch besonders günstig, dass wir in unserem Gesprächspodium so versierte Gäste hatten. Auch ihre Gesprächsbeiträge trugen hinsichtlich zur Aufklärung und Erläuterung der Chancenvielfalt und -fülle beim vielleicht noch unschlüssigen Publikum bei. Es war eindeutig zu bemerken, dass doch der überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger den Veranstaltungsort mit einem ‚Pro-BUGA-2035-in-Dessau-Roßlau‘ verließen. Machen wir uns nun gemeinsam und entschlossen auf den Weg zur BUGA 2025 in Dessau-Roßlau. Freuen wir uns auf die Chancen, die uns damit gegeben sind und nutzen wir die bevorstehenden zehn Jahre als Dekade mit vielen weiteren Ereignissen auf diesem Weg für Dessau-Roßlau in Dessau-Roßlau.
Zusätzliche Unterstützung kommt von lokalen Akteuren. Der Wirtschafts- und Industrieclub, wic Anhalt e.V., und die Wirtschaftsjunioren Dessau e.V. haben einen „Buga-Club“ gegründet. Dieser bietet auf seiner Webseite Informationen zur Bundesgartenschau, Hintergrundfakten und positive Beispiele aus anderen BUGA-Städten.
Als Beispiele werden die Mobilitätsachse in Erfurt, die zur BUGA Erfurt 2021 entstand, und die Frischluftversorgung Mannheims durch die Umwandlung eines Militärgeländes zur BUGA Mannheim 2023 genannt. Diese Investitionen sollen langfristig den nachfolgenden Generationen zugutekommen.
