Fichten weichen standortgerechten Bäumen am Flehbach
Die Stadt Köln verfolgt im rechtsrheinischen Stadtbezirk Brück das Ziel, das ausgedehnte Waldgebiet um ein Wildtiergehege naturnäher zu gestalten. Ein zentraler Aspekt dieser Entwicklung ist die Umwandlung von Fichtenbeständen, die vor Jahrzehnten aus wirtschaftlichen Gründen an den Ufern des Flehbachs gepflanzt wurden.
Diese Fichten sind an diesem Standort, insbesondere in Bachnähe, nicht standortgerecht und stehen im Widerspruch zum Konzept der naturnahen Waldentwicklung, welches die Kölner Stadtforstverwaltung seit Jahren verfolgt. Daher wurden Teile der Fichten gefällt, um auf den entstandenen Freiflächen standortgerechte Baumarten wie Buchen, Eichen, Hainbuchen und Erlen anzupflanzen.
Durch diese Pflanzmaßnahmen soll sich an den Ufern des Flehbachs ein natürlicher Wald entwickeln. Dies trägt nicht nur zur ökologischen Aufwertung des Waldes bei, sondern verbessert auch die Biotop-Qualität des Flehbachs, in dem bereits Bachforellen und Edelkrebse vorkommen.
Ein weiteres Projekt zur naturnahen Waldentwicklung findet im Dünnwalder Wald statt. Dort wird ein Kiefernbestand durch die Unterpflanzung von Buchen in einen naturnahen Mischwald umgewandelt.
Insgesamt werden im Rahmen dieser Initiativen 3.700 Bäume gepflanzt. Die Finanzierung dieser Pflanzungen wird durch eine Spende der Fielmann AG in Höhe von 5.000 Euro ermöglicht. Die Vermittlung der Spende erfolgte über das Projekt „Wald in Not“.
Am „Internationalen Tag des Waldes“ am 21. März 2013 unterstützten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Diesterwegstraße die Pflanzaktion. Begleitet wurden sie dabei von der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, dem Fielmann-Niederlassungsleiter Tim Menge und dem Leiter des Projektes „Wald in Not“, Dr. Christoph Abs. Gemeinsam pflanzten sie den Wildapfel, der 2013 zum Baum des Jahres gekürt wurde.