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Remstal Gartenschau 2019

Am 12. Juli 2019 lud der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg zum Pressegespräch rund um den Ausstellungsbeitrag Große Gärten auf kleinstem Raum im Schorndorfer Schlossgarten ein, der anlässlich der Remstal Gartenschau 2019 gebaut wurde. Natürlich sollen auch jede Menge weitere Aktionen der Landschaftsgärtner Lust auf den Besuch dieser einmaligen Gartenschau, verteilt über 16 Kommunen, wecken.

Große Gärten auf kleinstem Raum: Impulse für urbane Freiräume

Im Schorndorfer Schlossgarten entstand zur Remstal Gartenschau 2019 der Beitrag „Große Gärten auf kleinstem Raum“. Sechs eigenständige Schaugärten widmeten sich dem hochaktuellen Thema „Kleine Gärten in der Stadt“. Fünf Anlagen wurden von Mitgliedsbetrieben des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg realisiert und zeigten, wie sich auch auf begrenzter Fläche hochwertige Aufenthaltsräume schaffen lassen.

Wasser, Naturstein und ausdrucksstarke Pflanzungen

Der Garten „Sprunghaft“ der Link GmbH aus Fellbach inszenierte Wasser zwischen Naturstein und Pflanze. Quadratisch angeordnete Kompositionen aus Sandstein, Muschelkalk und Granit trafen auf bodentiefe Wasserbecken aus Cortenstahl. Eine große Schmalblättrige Ölweide setzte mit silbrigem Laub einen markanten Akzent.

Verbena bonariensis, Gaura lindheimeri und Stachys byzantina sorgten für Blütenreichtum und Insektenfreundlichkeit. Ergänzt wurde die Pflanzung durch Taxuswürfel und Lampenputzergras. Unterschiedliche Oberflächenstrukturen der Natursteine verstärkten die räumliche Wirkung.

Die Fischer GmbH aus Kornwestheim schuf mit dem „Kleinen Stadtparadies“ eine naturnahe Wasserlandschaft. Ein Quellstein aus rotem Buntsandstein speist ein rechteckiges Becken, polygonale Platten führen bis an und teilweise in die Wasserfläche. Birken und strukturreiche Blattstauden rahmen das lebendige Naturbild.

Strukturierte Oasen und mediterrane Anklänge

Die Benignus GmbH aus Backnang setzte in ihrer „Charmant strukturierten Stadtoase“ auf klare Linien. Ein schlankes Edelstahlbecken mit drei Wasserkugeln bildet das Zentrum, flankiert von Würzburger Muschelkalk in großformatigen Bahnen. Linsenförmige Eiben kontrastieren mit bodendeckendem Immergrün und Sand-Thymian.

Rolf Hasenwandel aus Adelberg interpretierte südfranzösische Urlaubserinnerungen. Trockenheitsliebende Gehölze, Stauden und Kalkstein prägen das Bild. Ein kleiner Brunnen sowie ein farblich abgestimmter Sichtschutz mit Anklang an den Ocker von Roussillon verstärken den mediterranen Charakter.

Merkt Garten- und Landschaftsbau aus Winterbach stellte Fossilien in den Mittelpunkt. Schwarzer Jura mit Ammoniten wurde als Wasserspiel inszeniert, ein während der Bauphase entdeckter Ammonit zum Wasserbecken umgearbeitet. Fossilien im Natursteinbelag und eine Sandsteinmauer mit Lagerstroemia ergänzen das Konzept.

Weitere Beiträge im Remstal

Neben den Schaugärten präsentierten Betriebe des Garten- & Landschaftsbaus zahlreiche Aktionen entlang der 16 beteiligten Kommunen. Ein naturfreundlicher Vorgarten auf Kiessand-Substrat, ein Bienengarten mit Blick auf den Albtrauf, ein Naschgarten mit Muschelkalkmauer sowie überdimensionale Staudenwellen aus Storchschnabel in Remseck setzten zusätzliche Akzente.

In Endersbach verband die Kupka GmbH ein „Spiegelhaus“ mit Baumpflanzungen unter arterhaltenden Maßnahmen. Talking Trees, darunter eine schwäbisch sprechende Zierbirne, sorgten für Aufmerksamkeit. Die interkommunale Gartenschau im Remstal zeigte damit eindrucksvoll die Bandbreite landschaftsgärtnerischer Kompetenz im urbanen Raum.

15.07.2019

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