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UV-Schutz im GaLaBau: Prävention von Hautkrebs durch gezielte Maßnahmen

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) klärt über UV-Schutzmaßnahmen auf, um Hautkrebs bei Beschäftigten zu verhindern. Besonders gefährdet sind Mitarbeiter im Hoch-, Straßen- und Gerüstbau. Die BG BAU führt bundesweit UV-Aktionstage für Auszubildende durch, um frühzeitig für die Gefahren der Sonneneinstrahlung zu sensibilisieren.

Hautkrebsrisiko im GaLaBau: Warum Prävention so wichtig ist

Mit steigender Sonneneinstrahlung im Frühsommer nimmt auch die ultraviolette (UV) Strahlung zu, die Haut und Augen schädigen und zur Entstehung von weißem Hautkrebs beitragen kann. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) führt daher bundesweit UV-Aktionstage für Auszubildende durch, um über Schutzmaßnahmen aufzuklären.

Im Jahr 2021 wurden der BG BAU rund 2.600 Verdachtsanzeigen für die Berufskrankheit weißer Hautkrebs gemeldet. Besonders betroffen sind Beschäftigte aus dem Hoch-, Straßen- und Gerüstbau, der Glas- und Fassadenreinigung sowie dem Dachdecker- und Zimmererhandwerk.

Am Bau wird oft im Freien gearbeitet, die Beschäftigten sind der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Daher legen wir einen Schwerpunkt unserer Präventionsarbeit auf den Schutz vor UV-Strahlung.

Dies betont Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU.

UV-Aktionstage für Auszubildende: „Rette deine Haut“

Die Sensibilisierung für die Gefahren von UV-Strahlung ist insbesondere zu Beginn des Berufslebens von Bedeutung. Die BG BAU setzt daher ihre UV-Aktionstage im Jahr 2023 unter dem Motto „Rette deine Haut“ fort. In acht überbetrieblichen Ausbildungszentren der Bauwirtschaft werden über 1.000 Auszubildende erreicht. Dort werden praxistaugliche Schutzmaßnahmen demonstriert und erprobt, darunter UV-Schutzbrillen, Helme mit Nackenschutz, luftdurchlässige Kleidung aus verschiedenen Materialien sowie UV-Schutzmittel.

Ein Service für die Auszubildenden ist die Bestimmung des eigenen Hauttyps, um ein Gefühl für die Empfindlichkeit der Haut zu entwickeln. Eine UV-Kamera visualisiert zudem die Wirkung von Sonnenschutzmitteln im direkten Vergleich.

Drei Wege zum effektiven UV-Schutz am Arbeitsplatz

In den Monaten April bis September ist die Intensität der Sonneneinstrahlung so hoch, dass Schutzmaßnahmen erforderlich sind, insbesondere zwischen 11 und 16 Uhr. Der UV-Index dient als Indikator: Bereits ab einem Wert von 3 sind Schutzmaßnahmen notwendig.

Technische Maßnahmen umfassen Überdachungen, Wetterschutzzelte oder Sonnensegel, die schattige Arbeitsplätze im Freien schaffen. Wo diese nicht umsetzbar sind, kommen organisatorische Schutzmaßnahmen zum Einsatz. Dazu gehört die Verlegung von Arbeiten in die frühen Morgen- und Vormittagsstunden oder in die späten Nachmittagsstunden nach 16 Uhr, wenn die UV-Belastung geringer ist. Das Rotationsprinzip kann ebenfalls zur Reduzierung der UV-Belastung beitragen, indem Beschäftigte zwischen Tätigkeiten mit und ohne UV-Belastung wechseln oder die Arbeit auf mehrere Personen verteilt wird.

Wenn technische oder organisatorische Maßnahmen nicht ausreichen, sind persönliche UV-Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten zu ergreifen. Dazu zählen der Schutz des Kopfes sowie leichte, luftdurchlässige, körperbedeckende Kleidung. Ohren und Nacken können mit einem am Helm befestigten Nackentuch geschützt werden. Unbedeckte Hautbereiche wie Gesicht (insbesondere Nase und Lippen), Hals oder Handrücken sollten mit UV-Schutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50, geschützt werden. Dieser Schutz muss spätestens nach zwei Stunden erneuert werden. Zum Schutz der Augen wird eine UV-Schutzbrille empfohlen.

Umfassende Unterstützung durch die BG BAU

Die BG BAU bietet ihren Mitgliedsbetrieben und Versicherten umfassende Informationen und Beratungen zu UV-Schutzmaßnahmen. Zudem unterstützt sie Unternehmen mit Arbeitsschutzprämien, beispielsweise bei der Anschaffung von technischen UV-Schutzmaßnahmen, UV-Schutzkleidung oder entsprechendem Helmzubehör. Der Arbeitsmedizinische Dienst (AMD) der BG BAU bietet Beschäftigten neben Beratungsgesprächen zum Thema Hautkrebs auf Wunsch ein Hautscreening an, da regelmäßige Vorsorge eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von weißem Hautkrebs darstellt.

16.05.2023

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