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Russland stoppt Import von Baumschulware aus der Europäischen Union

Der Importstopp für Baumschulware aus der EU sorgt für Unsicherheit in der Branche. Russland begründet das Verbot mit Pflanzenschutzbedenken, während Verbände und Behörden an Lösungen für eine kontrollierte und nachvollziehbare Exportabwicklung arbeiten.

EU und Branchenverbände suchen nach Lösungen für den Export von Baumschulware nach Russland

Seit dem 1. Juli 2013 gilt in der Russischen Föderation ein unbefristetes Importverbot für Baumschulware aus allen EU-Mitgliedstaaten. Nach offiziellen Angaben der russischen Behörden soll damit die Einschleppung und Ausbreitung von Schaderregern verhindert werden.

Der russische Pflanzenschutzdienst Rosselkhoznadzor begründet die Maßnahme mit aus seiner Sicht unzureichenden Schädlingskontrollen innerhalb der Europäischen Union. Demnach seien im Jahr 2012 mehrfach Pflanzenlieferungen aus EU-Staaten mit Quarantäneschädlingen festgestellt worden.

Einfuhrstopp mehrfach verschoben

Ursprünglich sollte das Importverbot bereits zum 1. April 2013 in Kraft treten. Aufgrund laufender Gespräche zwischen der Europäischen Kommission und der Russischen Föderation wurde die Umsetzung jedoch mehrfach verschoben.

Mit dem Inkrafttreten der Regelung dürfen nun keine Baumschulpflanzen aus EU-Ländern mehr nach Russland exportiert werden.

BMELV und BdB arbeiten an Lösung

Um den Export von Baumschulware nach Russland künftig wieder zu ermöglichen, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) einen Lösungsvorschlag erarbeitet.

Vorgesehen ist demnach eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Lieferkette – vom Produktionsstandort bis zur exportierten Ware. Nach Angaben des BdB müssten dafür den Produktionsflächen der Baumschulen sogenannte Quartiersnummern zugeteilt werden.

ZVG lehnt russische Inspektionen ab

Weitere Gespräche zwischen dem Bundeslandwirtschaftsministerium, dem Bund deutscher Baumschulen und der Russischen Föderation sind geplant. Ein konkreter Verhandlungstermin stand zunächst jedoch noch nicht fest.

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) lehnt die Forderung Russlands nach Inspektionen deutscher Betriebe durch russische Experten ausdrücklich ab. Gleichzeitig fordert der Verband ein einheitliches Vorgehen aller EU-Mitgliedstaaten in dieser Frage.

05.07.2013

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Kleine Präsidentenstraße 1
10178Berlin
Deutschland

Tel.:+49 30 2408699-0
Fax:+49 30 2408699-31

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