Allgemeines, Naturschutz

Hausverbot für Grüne Gentechnik in Bayern

Bayern verzeichnet immer weniger gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut. Umweltministerin Ulrike Scharf betonte die Wichtigkeit sicheren Saatguts für Landwirte und Verbraucher. Das Land setzt sich weiterhin für ein Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen ein.

Ergebnisse der Maissaatgut-Untersuchungen

In Bayern wird zunehmend weniger gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut festgestellt. Dies betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf am 7. April 2015 in München.

Bayerns Felder sollen frei von gentechnisch veränderten Pflanzen bleiben. Auf unseren Feldern hat die Grüne Gentechnik Hausverbot. Dabei helfen die jährlichen strengen Kontrollen. Sicheres Saatgut ist entscheidend für Landwirte und Verbraucher in Bayern.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) führt regelmäßige Untersuchungen von Saatgutproben auf gentechnisch veränderte Bestandteile durch. Aktuelle Kontrollen ergaben bei zwei von 91 Maisproben minimale Verunreinigungen. Diese betroffenen Partien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen.

Zusätzlich untersuchte Senfsaatproben waren unauffällig. Im Jahr 2010 wurden noch in fünf von 54 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile gefunden. Bayern setzt sich seit Jahren gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland ein und fordert ein Selbstbestimmungsrecht beim Anbau.

Bayern fordert zügiges Anbauverbot

Am 2. April trat eine entsprechende EU-Richtlinie in Kraft, für die Bayern sich eingesetzt hatte.

Ein Anbauverbot muss jetzt zügig kommen. Die schnelle Umsetzung in nationales Recht darf nicht an einem Zuständigkeitsstreit scheitern. Für den Fall, dass der Bund keine einheitliche nationale Lösung schafft, würde Bayern als zweitbeste Lösung aber auch von einer Verbotsmöglichkeit für den Freistaat Gebrauch machen.

In Bayern werden bereits seit Ende 2009 keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr angebaut oder zu Forschungszwecken freigesetzt. Die Ergebnisse der Saatgutuntersuchung sind im Internet verfügbar.

07.04.2015

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