Die Grüne Stadt

Halbzeitbilanz der Umbaumaßnahmen am Gendarmenmarkt

Die Umbaumaßnahmen am Berliner Gendarmenmarkt erreichen die Halbzeit. Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz und Senatorin Franziska Giffey informierten sich über den Fortschritt. Ein Großteil der Maßnahmen im Regenwassermanagement ist umgesetzt, das neue Natursteinpflaster verlegt. Die Hauptarbeiten sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Fortschritte und Bedeutung der Gendarmenmarkt-Sanierung

Die Umbaumaßnahmen am Berliner Gendarmenmarkt haben die Halbzeit erreicht. Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz und Senatorin Franziska Giffey besuchten gemeinsam mit der Grün Berlin GmbH die Baustelle, um sich ein Bild vom Fortschritt zu machen. Nach einem Jahr Bauzeit zeigen sich bereits erste Veränderungen am Platz. Ein Großteil der Maßnahmen im Bereich des Regenwassermanagements wurde umgesetzt, das neue Natursteinpflaster um das Schillerdenkmal verlegt und zahlreiche Hausanschlüsse hergestellt. Die Hauptarbeiten sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein, um den 1400 Quadratmeter großen Platz schnellstmöglich wieder zugänglich zu machen.

Dieser Umbau ist ein konkretes Beispiel dafür, wie bedeutsame Stadträume erhalten und gleichzeitig zukunftsgerichtet, klimaresilient und barrierefrei gestaltet werden können. Wir bauen hier im Herzen Berlins ein weiteres Stück Schwammstadt.

erklärte Manja Schreiner, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, zur Bedeutung des Projekts. Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, hob die touristische Relevanz hervor:

Mit dem Umbau zeigen wir, wie Tourismus und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Hier kommen 21 Millionen Euro aus GRW-Mitteln zum Einsatz, um einen der beliebtesten Plätze Berlins attraktiv für Gäste und Veranstaltungen zu gestalten und fit für die klimaneutrale Zukunft zu machen.

Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, betonte die Bedeutung des Projekts als Referenz für nachhaltige Stadtentwicklung.

Das Konzept für die Sanierung des Gendarmenmarktes umfasst eine tourismusnahe, nachhaltige und denkmalgerechte Umgestaltung. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur für Trink-, Schmutzwasser und Strom. Zudem wird der Platz erstmals in seiner Geschichte vollständig barrierefrei gestaltet und mit einem Regenwassermanagement ausgestattet.

Von den insgesamt fünf Kilometern Leitungsnetz für Strom, Trink- und Schmutzwasser wurden bereits rund drei Kilometer verlegt. Über 50 teilweise versenkbare Anschlüsse für Trink- und Schmutzwasser sowie etwa 30 unterirdische Stromanschlüsse sind installiert. Diese Infrastruktur ermöglicht es, zukünftige Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt oder das Classic Open Air unabhängig von der Konzerthaus-Infrastruktur und ohne provisorische Verkabelung durchzuführen. Die Tiefbauarbeiten südlich und nördlich des Konzerthauses haben ebenfalls begonnen.

Ein nachhaltiges Regenwassermanagement soll zukünftig wertvolles Regenwasser auffangen und dem Grundwasser zuführen. Alle sechs dafür vorgesehenen Rigolen und zwölf Filtrationsschächte sind bereits verbaut. Dies soll bei Starkregenereignissen das Kanalsystem entlasten und lokale Überschwemmungen minimieren. Von den 1400 Quadratmetern Pflasterfläche wurden bereits etwa 1.200 Quadratmeter neues Natursteinpflaster nach historischem Muster wieder eingesetzt. Im ersten Halbjahr 2024 beginnen die Maßnahmen zur Verbreiterung des Gehweges in der Charlottenstraße.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe beteiligt sich mit rund 21 Millionen Euro an den Gesamtkosten der Neugestaltung. Diese Mittel stammen aus dem Programm zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

03.12.2023

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