Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUB: "Die Wildkatze steht als anspruchsvolle Art stellvertretend für viele weitere waldgebundene Arten und schützenswerte Wald-Lebensräume, denen die Schutz- und Hilfsmaßnahmen im Rahmen des Bundesprogramms Wiedervernetzung unmittelbar zugutekommen. Beispielhaft ist das Projekt Wildkatzensprung, das in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort dazu beiträgt, den Erhaltungszustand zu verbessern." Das Projekt Wildkatzensprung läuft noch bis 2017. In fünf Bundesländern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen, wurden grüne Korridore gepflanzt, um Wälder mit Wildkatzenbeständen zu verbinden.
Ein wichtiges Siedlungsgebiet der Wildkatzen ist die Oberrheinebene. Sechs Grünbrücken oder Grünunterführungen zur Überwindung der Autobahnen A5 und A8 sowie der ICE-Neubaustrecke zwischen Oberrheinebene und Schwarzwald sind dort im Rahmen des Bundesprogramms Wiedervernetzung geplant. Das Projekt Wildkatzensprung startete 2011 als eines der ersten Projekte im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Aktuell werden in diesem Programm 49 Projekte mit 120 Teilprojekten mit einem Volumen von rund 69 Millionen Euro umgesetzt.
