Risiken durch Zecken: Borreliose und FSME
In Deutschland und Österreich sind regional bis zu einem Drittel der Zecken mit Borrelien infiziert. Diese Bakterien verursachen die Infektionskrankheit Borreliose. Eine späte Diagnose kann chronische Gelenkentzündungen, Herzprobleme oder Lähmungen zur Folge haben. Bei frühzeitiger Erkennung ist eine Behandlung mit Antibiotika möglich. Es ist ratsam, die Einstichstelle zu beobachten und bei Rötungen ärztlichen Rat einzuholen. Personen, die häufig von Zecken gestochen werden, sollten ein Zeckentagebuch führen, in dem Einstichstelle und Datum dokumentiert werden.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Verursachende Viren können grippeähnliche Symptome, Fieber sowie Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten auslösen. FSME tritt hauptsächlich in Süddeutschland auf.
Die Verbreitungskarte des Robert Koch-Instituts gibt Aufschluss über Regionen, in denen eine FSME-Impfung besonders wichtig ist. Für Beschäftigte in Branchen wie Forst- und Landwirtschaft, GaLaBau, Biologie, Geodäsie und Archäologie ist der Schutz vor Zecken ein Bestandteil des Arbeitsschutzes. Neben geeigneter Kleidung, auf der Zecken auf hellem Stoff leichter zu erkennen sind, gehören auch abwehrende Cremes und Sprays zur Grundausrüstung.
Hochwertige Produkte gegen Insekten sorgen für einen effektiven Schutz über viele Stunden hinweg. Wer beruflich häufig damit in Kontakt kommt, sollte besonders auf eine gute Verträglichkeit und Effizienz des Mittels achten.
Dies rät Frank Küsters, Sprecher der VTH QUALITÄTSPARTNER und Managing Director SC Johnson Professional. Die meisten dieser Produkte wirken sowohl gegen Zecken als auch gegen Mücken und sind in Apotheken sowie im Technischen Handel erhältlich.
Der Eichenprozessionsspinner: Eine zunehmende Gefahr
Eine weitere, durch den Klimawandel begünstigte Gefahr geht von den Raupen des Eichenprozessionsspinners aus. Ihre Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das für Mensch und Tier gesundheitsschädlich ist. Bei Kontakt oder Einatmen verursacht es starke Reizungen an Augen, Schleimhäuten und Atemwegen. Unbehandelt können diese Beschwerden bis zu drei Wochen anhalten. Bei Arbeiten in befallenen Gebieten sind mindestens eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP2 mit Ausatemventil und eine Korbbrille erforderlich.
Das Atmen durch FFP2/FFP3-Masken ist anstrengend und erfordert nach spätestens 150 Minuten eine Pause. Der VTH QUALITÄTSPARTNER Dräger Safety empfiehlt daher den Einsatz von Gebläsefiltergeräten. Diese Geräte ermöglichen durch elektronische Luftzufuhr ein widerstandsfreies Atmen, wenn sie mit einer Haube verwendet werden. Dadurch entfällt die arbeitsmedizinische Untersuchung (G 26) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, und die Geräte können ohne Tragezeitbegrenzung genutzt werden.
Beratung durch VTH-Händler
Der Technische Handel unterstützt Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Repellents zur Insektenabwehr sowie bei der Beratung für passgenaue Atemschutzgeräte.

