Schutz vor Sturzfluten: Bayern entwickelt Hinweiskarten für bessere Vorsorge

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Bayern verstärkt seine Vorsorgemaßnahmen gegen Sturzfluten. Neue Hinweiskarten sollen Bürgern und Kommunen helfen, Risiken besser einzuschätzen und gezielte Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Ein Sonderförderprogramm unterstützt Kommunen bei der Entwicklung individueller Konzepte.

Neue Strategien für den Hochwasserschutz in Bayern

Starkregenereignisse können Sturzfluten auslösen, die auch abseits von Gewässern erhebliche Schäden verursachen. Der Freistaat Bayern verstärkt daher seine Vorsorgemaßnahmen in diesem Bereich.

Künftig sollen bayernweite Hinweiskarten Bürger und Kommunen bei der Vorsorge gegen Hochwassergefahren durch Sturzfluten unterstützen. Die Entwicklung lokaler Hinweiskarten für sturzflutgefährdete Gebiete ist ein wichtiger Meilenstein, um künftig vor Ort die Gefahr besser einschätzen zu können. Das ermöglicht eine gezielte und individuelle Vorsorge. Die Hinweiskarten sollen für ganz Bayern bis 2020 vorliegen.

Im Sturzflut-Risikomanagement kommt den Kommunen eine zentrale Rolle zu. Das Umweltministerium hat daher ein Sonderförderprogramm für die Erstellung Integraler Konzepte zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement initiiert.

Der Schutz vor Sturzfluten ist eine wichtige Säule des Hochwasserschutzes in Bayern. Hochwasserschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt und kann nur Hand in Hand mit den Kommunen und den Beteiligten vor Ort erfolgreich sein.

Derzeit haben sich 33 Gemeinden bayernweit für dieses Programm beworben. Das Sonderförderprogramm ermöglicht den Kommunen, maßgeschneiderte Konzepte für den Schutz ihrer Bürger zu entwickeln. Für das Risikomanagement vor Ort sind aktuell 3 Millionen Euro vorgesehen.

Entwicklung der Hinweiskarten und Klimawandel

Die Erstellung der Hinweiskarten erfolgt durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Rahmen dieses Projekts werden Sturzfluten mittels Computermodellen simuliert und verschiedene Niederschlagsszenarien erstellt. Das Umweltministerium fördert die Erstellung der Hinweiskarten mit rund 1,7 Millionen Euro.

Im Sommer 2016 registrierte das LfU bayernweit über 50 Hochwasserereignisse infolge von Starkregen. Im Jahr 2017 kam es insbesondere in Simbach zu katastrophalen Sturzflutereignissen, und auch in den vergangenen Wochen traten diese in Bayern wieder auf.

Die Hochwasservorsorge gewinnt zusätzlich an Bedeutung. Im Zuge des Klimawandels in Mitteleuropa muss mit einer weiteren Zunahme an extremen Niederschlagsereignissen gerechnet werden.

Weitere Informationen:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV)

Rosenkavalierplatz 2
81925 München
Deutschland

Tel.: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266

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