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Sicherheitsrisiko heißer Kaffee: Ford testet Getränkehalter

Ford testet Getränkehalter im Achterbahn-Test mit bis zu 5 g Fliehkraft. Ziel ist es, verschüttete Heißgetränke und Ablenkungen bei Kurvenfahrt oder Bremsmanövern zu vermeiden und so die Fahrsicherheit zu erhöhen.

Achterbahn-Test prüft Getränkehalter unter 5 g Belastung

Um die Sicherheit im Fahrzeug zu erhöhen, testet Ford die Stabilität von Getränkehaltern unter realistischen Extrembedingungen. Auf der werkseigenen Teststrecke in Köln-Merkenich absolvieren Fahrzeuge den sogenannten Achterbahn-Test. Dabei wird geprüft, ob Becher, Flaschen und Kannen auch bei dynamischer Fahrweise sicher fixiert bleiben.

Im Slalom-Parcours wirken Fliehkräfte von bis zu 5 g auf die in den Haltern platzierten Behälter – vergleichbar mit einer Fahrt in der Achterbahn. Getestet werden unterschiedliche Formate, von Thermoskannen bis zu großvolumigen Pappbechern aus Coffee-Shops.

Alltagsrisiko bei Kurvenfahrt und Bremsmanöver

Analysiert wird, ob sich die Behälter bei zügiger Kurvenfahrt oder abruptem Bremsen aus der Halterung lösen. Der Hintergrund ist sicherheitsrelevant: Verschüttete Heißgetränke können Fahrer erheblich ablenken oder im schlimmsten Fall zu Verbrühungen führen.

Gerade bei Autobahnfahrten oder plötzlichen Ausweichmanövern kann ein instabiler Becher zum Risiko werden. Ziel der Tests ist es, die Konstruktion der Getränkehalter so auszulegen, dass auch unter hohen Querkräften ein sicherer Halt gewährleistet bleibt.

Ausreichend trinken für mehr Konzentration

Studien zeigen zudem, dass Autofahrer auf längeren Strecken und bei hohen Temperaturen ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr ähnlich viele Fahrfehler machen wie Personen mit geringem Alkoholkonsum. Experten empfehlen daher, unterwegs deutlich mehr zu trinken, etwa Mineralwasser oder Saftschorlen.

Das leicht erreichbare Lieblingsgetränk gehört für viele Autofahrer zum Reisekomfort. Überdies hilft eine ausreichende Trinkmenge, unterwegs die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten,

sagt Martin Dawid, Manager Body Engineering bei Ford of Europe.

Musik für das Wohlbefinden am Steuer

Ergänzend verweist Ford auf eine gemeinsam mit Spotify und der New York University entwickelte „Science of Sound“-Playlist. Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass melancholische Musik in Kombination mit treibenden Rhythmen das Wohlbefinden von Autofahrern positiv beeinflussen kann.

Melancholische Lieder haben oftmals eine erhebende Wirkung. Ein Grund könnte sein, dass uns genau diese Melodien an schwierige Erfahrungen erinnern, die wir erfolgreich überwunden und aus denen wir etwas gelernt haben,

erklärt Amy Belfi, Neurowissenschaftlerin an der New York University. Damit rückt neben der technischen Sicherheit auch der Faktor Fahrerkomfort stärker in den Fokus moderner Fahrzeugentwicklung.

25.08.2017

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