Optimale Schnittmaßnahmen für eine ertragreiche Ernte
Ein regelmäßiger Schnitt ist entscheidend für eine kontinuierlich hohe Ernte. Dieser kann entweder im zeitigen Frühjahr oder im Sommer direkt nach der Ernte erfolgen.
Beim Schnitt gehen Sie am besten wie folgt vor: Entfernen Sie zwei bis drei der ältesten Triebe. Von den einjährigen Trieben, das sind die, welche aus der Basis austreiben, lassen Sie nur drei bis fünf Ruten stehen. Insgesamt sollte der Strauch nicht mehr als 10 bis 12 Haupttriebe haben. Wenn Sie jedes Jahr nach diesen Grundsätzen schneiden, sind die Erträge gleichmäßig und die Sträucher bleiben vital und überaltern nicht.
Vermehrung durch Stecklinge
Der Rückschnitt bietet die Möglichkeit, aus den entfernten Pflanzenteilen Stecklinge zu gewinnen und neue Sträucher zu ziehen. Hierfür wird ein etwa 25 Zentimeter langer einjähriger Trieb verwendet. Dieser wird mit einem scharfen Messer zwei bis drei Millimeter unterhalb der untersten Knospe abgeschnitten. Das unterste Drittel der Blätter wird entfernt, und der Steckling wird in einen Topf mit Aussaaterde gesetzt. Eine durchsichtige Folie deckt den Topf ab. Eine gleichmäßige Feuchtigkeit fördert das Anwurzeln.
Ökologische Pflege im Naturgarten
Im Naturgarten ist die Vorbeugung von Krankheiten und Schädlingen von Bedeutung. Ein geeigneter Standort ist wichtig: Stachelbeeren bevorzugen leichten Schatten, beispielsweise in der Nähe größerer Obstgehölze. Ein humusreicher, lockerer und nicht zu trockener Boden wird gut angenommen. Da Stachelbeeren Flachwurzler sind, ist bei der Bodenbearbeitung Vorsicht geboten. Eine Mulchschicht um die Stämmchen schützt vor Austrocknung und reduziert Beikrautwuchs. Trockenheit ist zu vermeiden; eine regelmäßige Wasserversorgung ist für eine reiche Ernte unerlässlich. Die Düngung erfolgt mit organischem Material wie Kompost oder Hornspänen, das erste Mal im zeitigen Frühjahr und bei Bedarf nach der Blüte. Nach der Ernte oder im Herbst ist keine weitere Düngung notwendig.
