Umweltgerechtigkeit in sozial benachteiligten Quartieren – Ein zentrales Thema
Umweltgerechtigkeit ist besonders für sozial benachteiligte Quartiere ein Thema. Gerade dort sind die Bewohnerinnen und Bewohner oft viel stärker von Verkehrslärm oder Luftschadstoffen betroffen. Oft fehlen auch Spielmöglichkeiten für Kinder und Grün- und Freiflächen für Erholung, Bewegung und Begegnung. Das führt auch zu Gesundheitsrisiken.
Viele dieser Quartiere werden durch das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt. Dieses Programm hat sich im Umgang mit sozialräumlichen Mehrfachbelastungen bewährt und bietet Instrumente, um durch einen integrierten Ansatz zu mehr Umweltgerechtigkeit beizutragen.
Das Programm „Soziale Stadt“ als Erfolgsmodell für mehr Lebensqualität
Im Umgang mit sozialräumlichen Mehrfachbelastungen ist das Programm „Soziale Stadt“ ein Erfolgsmodell. Die Kommunen werden dabei unterstützt, die Wohn- und Lebensverhältnisse in den betroffenen Quartieren zu verbessern, zum Beispiel durch wohnungsnahe, gut gestaltete Grün- und Freiflächen, Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Gesundheitsprävention oder auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
Die Projekte im Rahmen der „Sozialen Stadt“ sind vielfältig. Sie umfassen interkulturelle Gemeinschaftsgärten, Umweltbildung und Gesundheitsprävention im Stadtteil sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen. Letztere tragen dazu bei, Schulwege sicherer zu machen, Lärm zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern.
Zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für das Thema Umweltgerechtigkeit in Kommunen und Ländern wurde die Broschüre „Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt“ vorgestellt. Sie präsentiert erfolgreiche Strategien und Maßnahmen aus der Praxis, die als Anregungen für die Arbeit vor Ort dienen sollen. Der Bund stellt in diesem Jahr rund 140 Millionen Euro für das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ bereit.
Das Ziel der Umweltgerechtigkeit wurde 2016 explizit in die Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung von Bund und Ländern aufgenommen, um den Ansatz zu stärken.
