Beetpflanzen und Gehölze

Stauden-Gehölzmischungen fördern Artenvielfalt auf kleinen Flächen

Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) stellte erste Ergebnisse zu Stauden-Gehölzmischungen vor. Diese Konzepte sollen auf kleinen Flächen eine nachhaltig wachsende Artenvielfalt ermöglichen und werden an vier Standorten auf Dauerhaftigkeit geprüft.

Erste Ergebnisse und Entwicklung der Mischungen

Für die sechs neuen Konzepte werden 83 verschiedene Arten und Sorten Stauden, 20 Arten und Sorten Gehölze sowie 35 Arten und Sorten Geophyten verwendet. Diese Mischungen werden an vier unterschiedlichen klimatischen Standorten in Deutschland und Österreich auf ihre Dauerhaftigkeit geprüft.

Die vor einem Jahr gepflanzten Mischungen zeigen nach nur einer Vegetationsperiode schon eine für Mensch und Tier attraktive Vielfalt und einen dichten Bestandschluss. Der Artenreichtum der Mischungen ernährt Insekten vom Frühjahr bis in den Spätherbst und schützt nachhaltig den Boden.

Dies berichtet Professor Cassian Schmidt, Leiter des BdS-Arbeitskreises Pflanzenverwendung. Die Mischungen entwickeln sich zu stabilen Pflanzengesellschaften, die keine störenden Bodenbearbeitungen erfordern. Der BdS-Arbeitskreis plant, nach intensiver Bonitur und Auswertung im Jahr 2022 anwendbare Konzepte der Stauden-Gehölzmischungen vorzulegen.

Vielfältige Anwendungsbereiche und Verfügbarkeit

Professor Schmidt weist zudem auf über 40 artenreiche Staudenmischungen hin, die seit 2002 an verschiedenen Standorten entwickelt wurden. Diese Mischungen eignen sich für die Begrünung von Verkehrsbegleitgrün, städtischen Grünflächen, Gewerbeflächen und Hausgärten. Sie bieten optisch ansprechende Aspekte mit wechselnden Blühaspekten im Jahresverlauf.

Konzepte sind für schattige und sonnige Standorte mit feuchten oder trockenen Bedingungen sowie speziell für Baumscheiben verfügbar. Pflanzlisten und Pflanzanleitungen sind online abrufbar.

24.05.2019

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