Allgemeines, Spiel- und Sportplätze - Freizeitanlagen, Verbände und Organisationen

Sportwirtschaft übertrifft Maschinenbau und Automobilindustrie

Eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt: Der Sportsektor trägt mit 73,1 Milliarden Euro zum Bruttosozialprodukt bei und übertrifft damit Maschinenbau und Automobilindustrie. Er ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Sport als bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland

Eine aktuelle Grundlagenstudie, beauftragt vom Bundeswirtschaftsministerium, beleuchtet die volkswirtschaftliche Bedeutung des Sports. Demnach trägt der Sportsektor mit 73,1 Milliarden Euro zum Bruttosozialprodukt bei, was einem Anteil von 3,3 Prozent entspricht. Damit positioniert sich der Sport als Querschnittsbranche vor dem Maschinenbau (3,2 Prozent) und der Automobilindustrie (2,9 Prozent).

Die jährlichen Gesamtaufwendungen für den Sport belaufen sich auf rund 115,5 Milliarden Euro. Davon entfallen 87,4 Milliarden Euro auf den privaten Konsum von Sportgütern. Weitere 22,6 Milliarden Euro werden für den Bau und Betrieb von Sportstätten aufgewendet, während 5,5 Milliarden Euro in Werbung, Sponsoring und Medienrechte fließen. Diese Zahlen unterstreichen den Beitrag des Sports zum gesellschaftlichen Leben und seine Rolle als Wirtschaftsfaktor. Sowohl die aktive Ausübung als auch die passive Verfolgung von Sport generieren Umsätze, Wertschöpfung und Beschäftigung.

Frank Meyrahn, Geschäftsführer der 2hm & Associates GmbH, präsentierte diese Ergebnisse auf einem Branchentreffen der IAKS (Internationale Vereinigung Sport- und Freizeitanlagen) in Düsseldorf. Horst Huber, Vizepräsident der IAKS, betonte in diesem Rahmen die Notwendigkeit, den Bau und Betrieb von Sport- und Freizeitinfrastruktur nicht nur als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und Gesundheitsförderung zu betrachten, sondern auch als dynamisches und innovatives Beschäftigungsfeld.

Bereits heute sind 1,8 Millionen Erwerbstätige in der Sportbranche tätig. Das IAKS Branchentreffen markiert den Startpunkt einer Initiative zur besseren Vernetzung der Akteure der Branche. Dazu gehören Bauherren, Betreiber von Sport- und Freizeitanlagen, Planer sowie Hersteller und Anbieter von Bauprodukten. Ziel ist die Förderung einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Sport- und Freizeitinfrastruktur. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Infrastruktur künftig für die Bewegungsbedürfnisse der Gesellschaft erforderlich sein wird.

Über die IAKS

Die IAKS ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Deutschland, die sich weltweit mit dem Bau und Betrieb von Sport- und Freizeitanlagen befasst. Ihre Expertise in diesem Bereich führte zur Anerkennung als „Recognised Organisation“ durch das Internationale Olympische Komitee (IOC).

03.06.2014

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